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Interview mit Greg Johnson

5,277 words

Übersetzt von Deep Roots

English original here

A. K.: 1. Als Mann der Ideen, hat Literatur eine wichtige Rolle in Ihrem Leben gespielt? Was würden Sie sagen, waren die Texte, die sich in Ihrer persönlichen und intellektuellen Entwicklung als entscheidend erwiesen? Und warum?

G. J.: Geschichte und Philosophie haben eine größere Rolle bei der Formung meiner Ansichten gespielt als Literatur. Tatsächlich kann ich kein einziges Romanwerk, qua Fiktion, nennen, das meine Weltsicht geformt hat. Aber Romanwerke haben mir konkrete und lebhafte Erläuterungen ansonsten abstrakter Ideen gegeben. Ich liebe philosophische Romane. Platos Dialoge qualifizieren sich natürlich sowohl als Literatur als auch als Philosophie.

Plato hat den größten Einfluß auf meine Ansichten gehabt, besonders die Republik, aber auch Gorgias, Phaedrus, Symposium, Euthydemus, Euthyphro, Apologia und Phaedo. Rousseaus philosophischer Roman Emile hat mein Denken auch zutiefst beeinflußt. Ich liebe Ayn Rands The Fountainhead und Atlas Shrugged, aber klassischer Liberalismus, Kapitalismus und sogar Individualismus unterminieren letztendlich aristokratische und heroische Werte.

Die Philosophen, die mich am meisten geformt haben, sind Plato, Aristoteles, Plotinus, Machiavelli, Vico, Rousseau, Kant, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, William James, Heidegger, Guénon, Evola. Alan Watts hat auch eine große Wirkung gehabt, wie auch das Tao te Ching und die Upanishaden.

Wagners musikalische Dramen sind eine Klasse für sich, als Texte irgendwo zwischen Philosophie und Literatur/Mythos, verheiratet mit einer Musik, die zum Großartigsten gehört, das je geschrieben wurde. Sie sind tiefgründig, und sie haben mich zutiefst beeinflußt.

Savitri Devi ist ebenfalls schwer in eine Kategorie einzuordnen. Sie kombiniert Philosophie, Geschichte, Religion, Politik und Mythen. Auch sie hat großen Einfluß auf mich gehabt.

Was die eigentliche Literatur angeht: Die Schriftsteller, die ich als Kind am meisten mochte, sind diejenigen, die ich heute noch mag: Poe, Tolkien, Kipling und alte illustrierte Kompendien griechischer und nordischer Mythologie. Frank Herberts Dune-Bücher sind auch Favoriten geblieben. Sie gefallen mir jedes Mal besser, wenn ich zu ihnen zurückkehre.

Später lernte ich Homer, Shakespeare, Blake, Goethe, Schiller, Baudelaire, Dickinson, Oscar Wilde, Yeats, Wallace, Stevens und Philip Larkin als Dichter und Dramatiker zu lieben.

Bei Romanen und Geschichten erweiterte sich der Kreis meiner Lieblingsautoren um Dostojewski, Hugo, Flaubert, D. H. Lawrence, H. P. Lovecraft, Flannery O’Connor und Yukio Mishima.

Es gibt auch „Nicht-Größen“, deren Stimmen ich beständig genieße: Edith Sitwell, Truman Capote, Evelyn Waugh.

Ich las als Teenager eine Menge von Ray Bradbury, Kurt Vonnegut und Aldous Huxley. Manchmal möchte ich sie mir wieder ansehen. Ich denke, Bradbury wird die Zeiten überdauern.

Literaturkritik ist sehr wichtig für mich. Meine Lieblingskritiker sind D. H. Lawrence, Ezra Pound, Camille Paglia und H. L. Mencken.

Ich habe jetzt leider sehr wenig Zeit, um Romane zu lesen. Der letzte Roman, den ich las, war Mister! Ich lese zuviel Sachliteratur und verbringe zu viel Zeit damit, auf den Computerbildschirm zu starren. Ich kann zu all dem einfach nicht noch mehr lesen. Daher besteht meine primäre intellektuelle Erholung im Ansehen von Filmen und Opern und im Hören von Musik.

A. K.: 2. Ich wurde erstmals nach Ihrer Ernennung zum Redakteur von The Occidental Quarterly auf Sie aufmerksam. Ich weiß jedoch, daß Sie bereits seit einer Anzahl von Jahren als dissidenter Schriftsteller aktiv gewesen sind, während denen Sie unter verschiedenen Pseudonymen schrieben. Was hat in Ihrem besonderen Fall dazu geführt, daß Sie sich für Pseudonyme entschieden? Und warum beschlossen Sie schließlich, sich ihrer zu entledigen?

G. J.: Als ich unter Pseudonymen schrieb, arbeitete ich für Leute, die mich feuern würden, wenn sie meine wahren Ansichten gekannt hätten.

Als ich den Job bei TOQ übernahm, sagte man mir, daß ich meinen eigenen Namen würde benutzen müssen. Zu der Zeit erklärte man mir, daß es – nachdem TOQ zum Flaggschiff des intellektuellen Flügels der englischsprachigen Bewegung werden sollte – nicht angemessen wäre, es unter Pseudonym herauszugeben. Ich akzeptierte dieses Argument kritiklos und wagte den Sprung. An diesem Punkt überschritt ich den Rubikon. Nach etwa einem Jahr schwanden all meine alten beruflichen „Freunde“ und Kontakte einfach dahin.

Bei Counter-Currents/North American New Right konsolidiere ich all meine Schriften unter zwei Namen: Greg Johnson für alle politischen Artikel und Trevor Lynch für die meisten der Film- und Fernsehrezensionen.

A. K.: 3. Das Internet und die ‚reale Welt’ werden oft als diametrale Gegensätze präsentiert, wobei das erstere als unecht dargestellt wird und das letztere als das einzige, was zählt. Aber ist das Internet nicht genauso real wie die sogenannte reale Welt? Ich sage dies, weil hinter den Tastaturen und vor den Bildschirmen reale Menschen sitzen, deren Verhalten in der ‚realen Welt’ sowohl Ursache als auch Ergebnis dessen ist, was im Internet geschieht. Ich bin mir des Gegenarguments bewußt: viele reale Menschen nehmen falsche Online-Identitäten an, aber letztendlich ist es auf lange Sicht nahezu unmöglich, daß die Menschen nicht ihre eigenen Gedanken und Gefühle online verraten. Abgesehen von falschen Identitäten: ist das Internet nicht vielleicht das ehrlichste Protokoll dessen, was die Menschen denken? Ist die ‚reale Welt’ nicht in Wirklichkeit unechter, nachdem viele aus Angst vor gesellschaftlicher Ablehnung, beruflichen Konsequenzen oder Ostrazismus von Angesicht zu Angesicht nicht sagen, was sie sich denken?

G. J.: Es hat kürzlich Studien gegeben, die darauf hindeuten, daß die Menschen im Internet mehr lügen als im realen Leben. Aber in gewissem Ausmaß stimme ich Ihnen zu: das Internet ist wie die Wahlzelle, und in seiner Privatheit und Anonymität können die Menschen in umstrittenen Angelegenheiten ehrlicher sein. In alltäglicheren Dingen, die üblicherweise mit Online-Partnersuche und banalem Narzissmus zusammenhängen, ist das Internet eine riesige Kloake aus Lügen und Hochstapelei.

All dies steht in Zusammenhang mit der „Ethik“ von Pseudonymen. Für mich ist es rein eine Sache der individuellen Diskretion. Ich empfehle jenen Pseudonyme, die Ideen mitteilen wollen, das aber nicht unter ihren wahren Namen tun können. Immerhin sind es letztlich die Ideen, die zählen, nicht die Autoren.

Ja, feige und unehrenhafte Menschen verbergen sich oft hinter Pseudonymen. Aber narzisstische Esel schreiben ebenfalls unter ihren wahren Namen. Für mich ist die wichtigste Erwägung die, so viel Wahrheit wie möglich da draußen in Umlauf zu bringen. Die Etiketten und Markenzeichen sind weniger wichtig als der Inhalt.

A. K.: 4. Ihre Laufbahn als Redakteur von TOQ sah eine Anzahl von Neuerungen: eine aktive Online-Präsenz wurde entwickelt, und Artikel und Rezensionen erschienen, die ein viel breiteres Spektrum kultureller Bereiche abdeckten als je zuvor. Was waren Ihre Ziele für TOQ in diesem Zeitraum?

G. J.: Mein Ziel war es, TOQ zu einem metapolitischen Journal für eine nordamerikanische Neue Rechte zu machen, deren Ziel es sein sollte, die Fundamente der Weißen Republik zu schaffen. Es waren jedoch von Anfang an Beschränkungen in TOQ eingebaut, die das schwierig machten.

Ein Problem war, daß das Journal keine klar artikulierten Ziele hatte. Es gab Grundthemen und Parameter in den Gründungsdokumenten, die von Sam Francis, Louis Andrew, William Regnery und Kevin Lamb erstellt worden waren. TOQ sollte sich mit biologischen Rassenunterschieden wie auch der jüdischen Frage befassen. TOQ sollte nicht die Homosexuellen schlechtmachen. TOQ sollte religionsneutral sein.

Die de-facto-Redaktionslinie kann jedoch aus dem veröffentlichten Interview mit Alain de Benoist erraten werden. Nur etwa die Hälfte des tatsächlichen Interviews wurde veröffentlicht. Alles Kritische zum wissenschaftlichen Materialismus und zum Christentum wurde fallengelassen. Ich stelle mir vor, daß Benoist ziemlich angewidert war. Ich war es sicherlich, als ich davon erfuhr. (Ich habe vor, die fallengelassenen Teile in der ersten Ausgabe von North American New Right zu veröffentlichen.)

Nun, zu seiner Anerkennung muß man sagen, daß der ursprüngliche Redakteur Kevin Lamb diese Grenzen häufig überschritten hat. Als ich als Redakteur übernahm, mußte ich meine Tätigkeit so ausüben, als würde mir ein wissenschaftlicher Materialist über die eine Schulter schauen und ein religiöser Fundamentalist über die andere. Auch ich ging über diese Einschränkungen hinaus. Ich nahm einige Verbesserungen an der Gestaltung und der Aufbereitung des Journals vor, aber letztendlich machte ich nichts radikal anders als Lamb.

A. K.: 5. Der Begriff ‚Metapolitik’ wird oft innerhalb der intellektuellen Klasse benutzt, und ohne Zweifel gibt es manche, die das alles für prätentiösen Unsinn halten. Bitte erklären Sie diesen Begriff für den Laien, und warum Metapolitik wichtig ist. Warum nicht einfach Politik?

G. J.: Metapolitik befaßt sich mit fundamentalen Fragen im Zusammenhang mit Politik, Fragen aus Geschichte, Philosophie, religiösen Studien, Kunst und Geisteswissenschaften.

Eine Art, den Unterschied zwischen Metapolitik und Politik zu verstehen, richtet sich nach den Werten.

Ein politischer Führer muß die existierenden Werte und Einstellungen seiner Anhängerschaft ansprechen. Der Grund dafür, daß weiß-nationalistische Politik verfrüht ist, ist der, daß sie oft gegen die Werte der Wähler verstößt. (David Dukes einziger Sieg war ein Glückstreffer. Man wird nicht zulassen, daß das wieder passiert.) Wir können nicht bekommen, was wir wollen, weil unsere Leute nicht wollen, was wir wollen. Sie halten unsere Ziele für unmoralisch. Sie halten sie auch für zusammenhanglos und unpraktisch.

Sie glauben das, weil unsere Feinde sorgfältig die metapolitischen Fundamente für die Macht geschaffen haben, die sie genießen. Sie kontrollieren das Universitätswesen, das Schulsystem, das Verlagswesen, die Kunst, die Nachrichten- und Unterhaltungsmedien, und sie haben den amerikanischen Geist nach ihrem Geschmack umgestaltet. Mein Ziel ist es, das Gefühl der Leute dafür zu verändern, was politisch wünschenswert und richtig ist, und ihr Gefühl dafür, was politisch vorstellbar und möglich ist.

Das bedeutet, daß wir Ideen erforschen müssen, die die Mehrheit der Menschen verärgern würden.

A. K.: 6. Metapolitik ist also nicht die Domäne unpraktischer Bücherwürmer. Welchen Bezug hat sie zur Politik?

G. J.: Bei der Metapolitik geht es darum, die Fundamente für politische Veränderungen zu schaffen. Unser Kampf hat drei Ebenen:

1) Der metapolitische Kampf zur Veränderung von Werten, Kultur und Weltsichten.

2) Der metapolitische Kampf zur Schaffung einer weißen Gemeinschaft, und nicht nur einer virtuellen Gemeinschaft, sondern einer tatsächlichen Gemeinschaft von Angesicht zu Angesicht in der realen Welt. Eine Gegenkultur muß in einer Gegengemeinschaft verkörpert werden.

3) Der politische Kampf um tatsächliche politische Macht. Am Ende wollen wir politische Macht, aber wir wollen das Überleben und Gedeihen unseres Volkes zum Gesetz des Landes machen, zu einer Angelegenheit expliziter Politik, in der Tat zum fundamentalen Gesetz und zur fundamentalen Politik.

Aber Metapolitik ist nicht vereinbar mit politischer Aktivität innerhalb des gegenwärtigen Systems und zur jetzigen Zeit. Warum? Weil der vorherrschende metapolitische Konsens den weißen Nationalismus als unmoralisch und unmöglich ablehnt. Dies bedeutet, daß die Forcierung unserer Agenda im gegenwärtigen System letztendlich vergeblich ist. Jeder Gewinn wird einen enormen Preis haben und leicht umzukehren sein. Man kann gegen die Strömung schwimmen, aber es ist erschöpfend, und sobald einem die Energie ausgeht, wird einen die Strömung dorthin zurücktreiben, wo man angefangen hat. Man kann den politischen Aufbau nicht errichten, bevor man die politischen Fundamente legt.

Dies soll nicht heißen, daß es für einen sehr gut gedeckten weißen Nationalisten nicht möglich ist, politische Macht anzustreben. Ich hoffe, daß es viele davon gibt.

Genausowenig ist es unmöglich, daß Systempolitiker Initiativen unterstützen, die weiße Nationalisten unterstützen können. Für mich ist die einzige politische Frage in den Vereinigten Staaten, an der mir liegt, die der Einwanderung, und an dieser Front gibt es Grund zur Hoffnung. Politiker, die sich nahe dem rechten Ufer des Mainstreams befinden, forcieren Initiativen, die den Ansturm der illegalen Einwanderung verlangsamen oder zum Stillstand bringen könnten. Es ist weit weniger als das, was weiße Nationalisten wollen – nämlich eine auf Rasse beruhende Einwanderungspolitik – aber es würde uns Zeit verschaffen, indem es das Datum aufschiebt, ab dem die Weißen zu einer Minderheit in den Vereinigten Staaten werden. Angesichts dessen, wie desorganisiert und spinnerverseucht die weiße nationalistische Bewegung in den Vereinigten Staaten ist, brauchen wir alle Zeit, die wir kriegen können. Wenn es einem weißen Nationalisten also möglich ist, die Einwanderungspolitik in die richtige Richtung zu schubsen, dann sage ich: tu es, solange du die Ressourcen unserer Gemeinschaft nicht in den politischen Mainstream umleitest.

Was ich völlig ablehne, ist die Idee, daß weiße Nationalisten – eine winzige, verachtete, ärmlich finanzierte und schlecht geführte Minderheit – auch nur etwas von unserem knappen politischen Kapital in den Mainstream umleiten sollten, auf Kosten des Aufbaus unserer eigenen Institutionen und Gemeinschaft. Der Mainstream kann für sich selber sorgen. Wir müssen uns um uns kümmern. Wenn wir nicht unsere Botschaft artikulieren und unsere Gemeinschaft aufbauen, wird niemand sonst es tun.

Wir können keine Mainstream-Politiker kaufen. Sie würden vor uns fliehen und uns verurteilen, wenn sie wüßten, wer wir sind. Unser politisches Kapital für solche Leute zu verwenden und weiß-nationalistische Resultate zu erwarten, ist daher so, als würde man sein Kapital nach Las Vegas bringen und Craps spielen [eine Version des Würfelspiels; d. Ü.], statt sein eigenes Unternehmen aufzubauen, das ein langfristig stabiles Einkommen abwirft.

Glücksspiel macht natürlich mehr Spaß als harte Arbeit, und wie Las Vegas ist das politische System voll von Leuten, die Ihr Freund sein und Ihr Ego streicheln werden, solange Sie Geld zu verpulvern haben. Aber am Ende gewinnt immer das Haus, daher enden weiße Nationalisten, die ihr Kapital in Systempolitiker stecken, immer pleite, ausgebrannt und nutzlos für unsere Sache.

A. K.: 7. Macht die inhärente Notwendigkeit der Verstellung in der Politik diese nicht unvereinbar mit freier Recherche und offener intellektueller Debatte?

G. J.: Ja, das gebe ich zu. Und wenn ich denken würde, daß die Zeit für den politischen Kampf gekommen ist, und daß jemand sich die perfekte „Noble Lüge“ ausgedacht hat, dann würde ich mich dem anschließen.

Aber für weiß-nationalistische Politik ist es zu früh. Aber das Haupthindernis, auf das ich stoße, sind leichtfertige Leute, die glauben, daß die Zeit für den politischen Kampf gekommen sei und daß das einzige, was noch im Weg steht, Leute wie ich sind, die darauf beharren, über Dinge wie die Probleme des Christentums, europäische Ideen wie Faschismus und (oh Graus!) Nationalsozialismus etc. zu reden. Diese Ideen wird’s in Peoria ja doch nicht spielen! Sie sagen uns, daß wir solche Diskussionen einstellen sollen, damit unsere Feinde sie nicht benutzen, um die Wähler zu verscheuchen.

Nun, man braucht keinen Doktortitel, um zu sehen, wo das hinführt. Als erstes müßten wir aufhören, Artikel zu veröffentlichen, die Mainstream-Republikaner verärgern könnten. Dann dürfen wir keine Artikel mehr über Black Metal veröffentlichen, weil das „satanisch“ ist, oder über Traditionalismus, weil das „okkult“ ist, oder über Paganismus, weil das heidnisch ist. Und gegenüber dem Kapitalismus dürfen wir auch nicht kritisch sein.

Aber damit würde es noch nicht aufhören. Nichts verärgert christliche Fundamentalisten mehr als Darwinismus, daher sind wissenschaftliche Rassestudien und Studien über die Evolutionspsychologie der Juden ebenfalls „out“. Warum eigentlich überhaupt über Rasse und Juden reden? Ist das nicht entzweiend? Warum nicht einfach nur die Leute aufbringen gegen „Unfairness“ und „Doppelstandards“ gegen Euro-Amerikaner auf Basis unserer „Hautfarbe“? Vielleicht sollten wir einfach nur über die Restauration der Verfassung reden.

Kurz, warum nicht einfach den Laden dichtmachen? Das ist das schließliche Ende dieser lemmingartigen Stampede in die sichere, ehrbare Vergessenheit im Mainstream-Konservatismus.

Das Problem mit dem Mainstream ist aber, daß unsere Feinde die nötige metapolitische Ingenieursarbeit geleistet haben, um den konservativen Mainstream von den Turbinen der politischen Macht weg und in die Bewässerungsgräben der Bedeutungslosigkeit zu leiten.

Bis also die Zeit reif ist für den politischen Kampf, halte ich es für das Beste, eine so offene und freilaufende intellektuelle Debatte wie möglich zu haben. Das ist die einzige Art, wie wir eine intellektuell aufregende und moralisch glaubwürdige metapolitische Bewegung schaffen werden.

Außerdem kann man den Geist nicht mehr zurück in die Flasche tun, oder die Zahnpasta in die Tube. Selbst wenn ich zum Beispiel ab morgen den Mund halten würde über die schädlichen Auswirkungen, die das Christentum auf unser rassisches Überleben gehabt hat, so könnten unsere Feinde das immer noch benutzen, um Christen einen Schrecken vor gottlosen oder satanischen Rassisten einzujagen.

Außerdem werden rassebewußte Christen niemals ihre Kirchen reformieren, solange wir sie nicht ständig dazu antreiben. Andernfalls neigen sie dazu, sich viel mehr für das Abstellen der Kritik aus unserem Lager zu interessieren als dafür, dem anti-weißen Hass in ihren Kirchen entgegenzutreten.

Mag sein, daß die metapolitische Debatte aus der Perspektive der politischen Zweckmäßigkeit töricht ist. Aber wie William Blake es ausdrückte, wird der Narr, wenn er in seiner Narrheit weitermacht, weise. Also machen wir weiter.

Wir werden nicht den Mund halten und uns einfügen, daher sollten die Leute im Mainstream sich besser überlegen, wie sie uns zu ihrem Vorteil wirken lassen können, und sei es nur, indem sie uns als Schreckgespenster nutzen, um sich selbst im Vergleich gemäßigt erscheinen zu lassen.

A. K.: 8. Die Revolutionierung des Kollektivbewußtseins ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Aufgaben, die man versuchen kann, weil den Leuten großteils nicht bewußt ist, wie sehr ihr Denken von stillschweigenden Regeln und als gegeben angenommenen Vorstellungen vorbestimmt wird, die – weil sie als selbstverständliche Wahrheiten erscheinen – die Ideologie unsichtbar machen. Eine wirklich uneingeschränkte intellektuelle Debatte fühlt sich bedrohlich an, weil sie danach strebt, aus diesem kognitiven Käfig auszubrechen. Schlimmer noch, dieser Käfig ist so heimtückisch, daß er sogar diejenigen beeinflußt, die sich bereits außerhalb des Mainstreams befinden. Was sind die häufigsten alltäglichen Manifestationen der Barrieren gegen eine ungehinderte intellektuelle Debatte, denen Sie begegnet sind?

G. J.: Da fallen mir drei ein.

Erstens, es gibt Leute, die Counter-Currents/North American New Right und vorher TOQ lesen, die sich vorstellen, wie sie auf einer Werbetour oder in einer Pressekonferenz oder vor Gericht oder im Bettgespräch mit Zitaten aus diesen Publikationen konfrontiert werden. (Nicht daß sie Politiker wären, oder sonstwie wahrscheinlich von der Presse interviewt werden würden, aber sie haben eine lebhafte Phantasie.) Sie stellen sich vor, wie sie vor dem Gerichtshof der heutigen öffentlichen Meinung angeklagt werden, weil sie diese ketzerischen Ansichten haben. Und sie fürchten sich.

Nun, sie sollten sich fürchten. Das ist die ganze Notwendigkeit, warum man überhaupt einen metapolitischen Kampf führt: die bestehende öffentliche Meinung zu ändern. Und um die öffentliche Meinung zu ändern, muß man zuerst den Mut haben, ihr zu widersprechen, sich ihr zu widersetzen, Dinge zu sagen, die die Öffentlichkeit verärgern könnten und aus denen Demagogen und Anwälte einem leicht vor einem kläffenden Lynchmob einen Strick drehen können.

Eine zweite beständige Verwirrung ist das, was Guillaume Faye die falsche Anwendung der „Apparat-Logik“ einer politischen Partei auf eine intellektuelle Bewegung oder Publikation nennt. Ich versuche, die ganze Vielfalt der intellektuellen und kulturellen Strömungen der rasseorientierten Rechten zu untersuchen. Natürlich wird es zu allem, was ich veröffentliche, irgendjemanden da draußen geben, der dem heftig widerspricht. Nur ein Schizophrener könnte zum Beispiel gleichzeitig Darwin’schen Evolutionismus und Guénon’schen Devolutionismus im selben Geist vereinen.

Aber ich höre routinemäßig von den Leuten, daß ich etwas nicht hätte veröffentlichen sollen, oder daß ich etwas potentiell Anstößiges von der Seite entfernen sollte. Meine Standardantwort ist die: Wenn du zu irgendetwas anderer Meinung bist, schreibe eine Widerlegung, und wir werden die ebenfalls veröffentlichen.

Die Reaktion darauf ist häufig Unverständnis und Ärger. Ich habe erkannt, daß ich es mit Leuten zu tun habe, die im Sinne einer einzigen intellektuellen Orthodoxie denken, in der störende Meinungen nicht debattiert, sondern einfach zum Verschwinden gebracht werden. Das ist die Mentalität, die uns die Inquisition und den Gulag beschert hat.

Drittens gibt es die damit verbundene Verwirrung, die ich „Repräsentationslogik“ nenne: die Idee, daß alles, was in einem Magazin veröffentlicht wird, die Ansichten von jedermann im Magazin repräsentiert, oder von jedem, der es abonniert hat, oder von jedem, der dafür spendet. Die beständige Anwendung dieser Art Logik würde jede intellektuelle Diskussion stilllegen.

Als ich zum Beispiel Derek Hawthornes Rezension von Jack Donovans Androphilia veröffentlichte, schrieb mir ein Leser, daß er nicht zu North American New Right gehören könnte, weil er nicht homosexuell sei – als ob alle anderen, die die Seite lesen oder dafür schreiben, das wären! Ein anderer Typ fragte sich, ob wir alle „Satanisten“ seien, weil ich etwas von Julius Evola über Aleister Crowley veröffentlicht habe. So funktioniert das nicht.

A. K.: 9. Als mein Essay über Black Metal auf TOQ Online erschien, rief er die höchste Zahl von Kommentaren hervor, die man je zu einem TOQ-Artikel gesehen hatte. Was glauben Sie, warum die Leser von TOQ so starke Gefühle zu solch einer obskuren Musikrichtung hatten? Und warum, glauben Sie, hatten Menschen, die diese Musik offenbar nie gehört haben, sich zu solch starken Meinungen dazu berechtigt gefühlt?

G. J.: Erstens. Lassen Sie mich sagen, daß ich sehr viel von diesem Artikel hielt. Ich war stolz darauf, ihn bei uns erscheinen zu lassen. Ich wußte nichts über Black Metal, daher war ich froh, solch eine anspruchsvolle und gutinformierte Perspektive darüber zu finden.

Ich wünschte, ich könnte ähnlich hochwertige Artikel über die Neofolk-Szene und andere weiße Subkulturen finden. Wir müssen wissen, was es da draußen gibt und was funktioniert. Wir müssen Verbindungen zu diesen Gemeinschaften herstellen. Ihr Artikel ist ein Beispiel für die Art von Arbeiten, die ich in North American New Right veröffentlichen möchte (Hinweis, Hinweis!).

Ich hätte geglaubt, daß weiße Nationalisten erfreut sein würden, solch eine umfangreiche musikalische Subkultur zu entdecken, in der radikales weißes Rassebewußtsein die Norm ist. Leider war das oft nicht der Fall. Ich erhielt mehr Kritik für diesen Artikel als für alles andere, das ich veröffentlicht habe.

Christen (und edelmütige Atheisten, die ihre Ehrlichkeit in den Dreck warfen, damit die Christen sich die Füße nicht schmutzig zu machen brauchten) waren schockiert über die Assoziationen mit Satanismus, Paganismus und Nationalsozialismus. Andere mit vefrühten Phantasien von politischem Aktivismus waren besorgt darüber, wie sich das in Peoria spielen würde. Der Großteil davon war einfach mißtrauisches Getue.

A. K.: 10. Nach Ihrem Redakteursjob bei TOQ gründeten Sie ein Verlagshaus, Counter-Currents. Was sind Ihre Ziele mit diesem neuen Unternehmen? Was können wir von Counter-Currents erwarten, und was würden Sie mit Counter-Currents in den nächsten fünf bis zehn Jahren gern bewirken?

G. J.: Counter-Currents veröffentlicht North American New Right, welches ein metapolitisches Journal ist, das darauf abzielt, die Fundamente für einen weißen Ethnostaat in Nordamerika zu gründen. North American New Right hat zwei Formate.

Erstens gibt es unser Webzine auf der Webseite Counter-Currents, www.counter-currents.com, das jeden Tag etwas Neues veröffentlicht. Der Grund dafür, daß wir online veröffentlichen, ist der, daß es die Verfügbarkeit und damit die Wirkung eines Artikels steigert und ihn der Öffentlichkeit unmittelbar zugänglich macht. Immerhin ist es unser Ziel, die Welt zu retten. Wenn etwas zu diesem Zweck beiträgt, ist es wert, sofort veröffentlicht zu werden.

Zweitens werden wir einen jährlichen gedruckten Band herausbringen, der das Beste von der Webseite enthält sowie zusätzliche Artikel, Rezensionen, Interviews etc. Dies wird ein attraktives Buch in der Art der Journale Tyr oder Alexandria: The Journal of Western Cosmological Traditions sein. Der erste Band für 2010 wird im März 2011 in Druck gehen.

Wir planen auch, um die sechs Bücher pro Jahr zu veröffentlichen. Unser Format ist es, kurze Bücher zu publizieren, die in einem Tag gelesen werden können, sagen wir im Bereich von 120 bis 160 Seiten, wobei 200 die Obergrenze ist. Alle unsere Bücher werden in limitierter gebundener Auflage von 100 Stück sowie als standardmäßige gebundene und Paperback-Ausgaben erscheinen.

Unsere ersten beiden Bände sind Michael O’Mearas Toward the White Republic und Michael Polignanos Taking Our Own Side. Zu den in Kürze erscheinenden Bänden gehören Werke von Julius Evola, Alain de Benoist, Kerry Bolton und Edmund Connelly.

Counter-Currents/North American New Right fokussiert sich auf Philosophie, politische Theorie, Religion, Geschichte, Kunst und Populärkultur mit weiß-nationalistischr Tendenz und einer besonderen Betonung auf Weiße in Nordamerika, weil wir hier ansässig sind. Wir konzentrieren uns nicht auf Wissenschaft, politische Studien oder den täglichen Nachrichtenzyklus. Wir sind keine politische Aktivistengruppe, sondern ein politisch bewußtes Verlagshaus.

A. K.: 11. Im Sommer schrieben Sie „Learning from the Left“, auf das ich mit meinem eigenen Artikel „Learning from the Right“ antwortete; beides in „The Occidental Observer“. In meinem Artikel zählte ich auf, was ich als gescheiterte Strategien der Rechten betrachtete. Was sind Ihrer Meinung nach die gescheiterten Strategien der Rechten? Und was schlagen Sie vor, sollte als Lehre daraus der Schwerpunkt beziehungsweise Ansatz der Rechten im kommenden Jahrzehnt sein?

G. J.: Ich werde spezifisch über die amerikanische Szene sprechen.

Ich denke, das größte Versagen der rassischen Rechten nach dem Zweiten Weltkrieg ist es, daß sie sich nicht mit der jüdischen Frage befaßt hat, sei es aus Unwissenheit oder Feigheit. Stattdessen gab es eine Tendenz zum Gebrauch von Euphemismen, Umschreibungen und stellvertretenden Bezeichnungen, um über den Feind zu sprechen: Liberale, Sozialisten, Kulturmarxisten etc. Aber man kann keinen Feind bekämpfen, den man sich zu benennen und zu verstehen weigert. Ist es ein Wunder, daß die Menschen nicht begierig waren, Führern zu folgen, die nach Feigheit und moralischer Verwirrung riechen?

Das Nächste ist, daß man nicht bestimmt hat, wofür wir kämpfen, wiederum aus Unwissenheit oder Feigheit. Wir kämpfen für das Überleben der Weißen in Nordamerika. Wiederum hat es die Tendenz gegeben, Euphemismen, Umschreibungen und Stellvertreter zu verwenden: Verfassung, freies Unternehmertum, Christentum. Das Absonderlichste, das ich gehört habe, ist die Behauptung, daß wir „die Nachkommen nicht-duophysitischer Christen ab 1492“ sind. Natürlich ist das eine Definition für gar nichts, bloß ein Euphemismus für weiße Europäer, nicht Araber oder Juden. Aber warum nicht einfach offen sein und das sagen? Überrascht es, daß eine Bewegung, in der so etwas als Klugheit gilt, nicht vorangekommen ist?

Das dritte große Versagen ist es, daß man den gesamten Bereich der Kultur an die Juden abgetreten hat und versucht, einen bloß politischen Kampf zu führen, der unvermeidlich zum Affentheater des volkstümlichen Populismus führt im Versuch, ein Ausweichmanöver um die Kontrolle des Establishments über denkende Leute zu fahren. Aber es hat einfach nicht funktioniert. Es hätte vor 60 Jahren funktionieren können, aber das hat es nicht. Aber heute kontrollieren die Juden den gesamten Bereich der expliziten Kultur, für die Denkenden und die Nichtdenkenden gleichermaßen.

Wir Weißen in Nordamerika werden nicht in der Lage sein, die Kontrolle über unser Schicksal zurückzugewinnen, solange wir nicht 1) uns offen zu unserer rassischen Identität und Interessen bekennen und diese verteidigen, 2) offen die führende Rolle der organisierten jüdischen Gemeinde dabei identifizieren, daß unsere Rasse auf den Weg zu Zersetzung und Tod geschickt wurde, und 3) die metapolitischen Fundamente für die politische Macht legen, wozu a) die Verbreitung unserer Botschaft durch den gesamten Bereich der Kultur und der Ideen gehört sowie b) die Förderung einer konkreten rassisch bewußten weißen Gemeinschaft in der realen Welt.

A. K.: 12. Als Intellektueller ist Ihr Kriegsschauplatz das Reich der Ideen. Aber Menschen werden selten, wenn überhaupt, durch Argumente überzeugt. Diejenigen, die abweichende Meinungen übernehmen, tun das, weil sie bereits von Natur aus dazu veranlagt waren und die Ereignisse einen Prozeß bewirkt haben, durch den sie sich selbst treuer geworden sind. Was bedeutet das aus politisch-strategischer Perspektive für dissidente Intellektuelle?

G. J.: Rationale Überzeugung setzt kein Modell des unbeschriebenen Blattes voraus oder eine Vorstellung von der Vernunft als „rein“ und durch keine anderen Faktoren als der Wahrheit konditioniert. Vielleicht bringt alles Argumentieren die Menschen am Ende nur dazu, sich dessen bewußt zu werden, das zu glauben sie bereits prädisponiert sind. Was bedeuten würde, daß diejenigen, denen diese Veranlagung fehlt, niemals glauben werden, wie gut Ihr Argument auch sein mag.

Nun, falls das so ist, dann ist der Universalismus out. Demokratie ist out. Egalitarismus ist out. Aber das hört sich für mich gut an.

Wenn wir 5 % unseres Volkes von der Wahrheit unserer Sache überzeugen und weitere 20 % auf im wesentlichen irrationale oder sub-rationale Weise dazu bringen können, sich mit dem Programm zu identifizieren, können wir den Rest dominieren. Vielleicht können wir die Loyalität von 50 % gewinnen, indem wir Wohlstand, Sicherheit und Frieden liefern. Selbst wenn 25 % sich niemals mit dem Programm anfreunden können, egal was wir tun, weil sie angeborene Veranlagungen haben, es abzulehnen, könnten sie nur grummeln und sich mit der Neuen Ordnung abfinden. Falls ihre Einstellungen genetisch bedingt sind, kann unser Eugenikprogramm sich dieser Wesenszüge annehmen und versuchen, sie in jeder zukünftigen Generation weniger vorherrschend zu machen.

Diese Zahlen sind willkürlich, aber ich denke, sie vermitteln eine wichtige Wahrheit: wenn eine kleine Minderheit wahrer Gläubiger die Loyalität einer etwas größeren Minderheit von Menschen gewinnen kann, die bloß die richtigen Meinungen ohne gute Gründe hegen, kann die gesamte Gesellschaft dominieren, im wesentlichen die Loyalität der Mehrheit kaufen und ihre hartgesottenen Widersacher völlig entmachten.

Die wahre Frage für mich ist die, wie man diese zweite Gruppe gewinnen kann, die größere Minderheit von Menschen, die die richtigen Meinungen haben, wenn auch nicht notwendigerweise aus rationalen Gründen. Deshalb muß Metapolitik über die Vernunft hinausgehen – jenseits der Philosophie, jenseits der Wissenschaft – und sich mit Mythen, Religion und Kunst beschäftigen.

Eines meiner Ziele für Counter-Currents/North American New Right ist es, eine weiße Künstlerbewegung zu pflegen und zu fördern. Ich habe zu diesem Thema schon einiges geschrieben, aber meine Ideen sind noch nicht veröffentlichungsreif. Die Essenz des Programms besteht jedoch aus zwei Hauptteilen:

Erstens müssen wir jungen, rassisch bewußten weißen Künstlern die großen Beispiele der Vergangenheit zeigen. Man braucht nicht allzu weit zurückzugehen, um zu entdecken, daß praktisch alle großen Denker und Künstler nach heutigen Maßstäben „Rechtsextremisten“ sind. Darüber hinaus waren auch viele der größten Künstler des 20. Jahrhunderts auf unserer Seite. Das ist eine Tradition, die wir wiederherstellen müssen.

Zweitens müssen wir weiße Künstler zusammenbringen und sie durch die Schaffung einer Gemeinschaft von Künstlern und Kritikern fördern. Kritiker können eine wichtige Rolle spielen, sogar Kritiker, die selber keine Künstler sind. Das wird einmal das Thema einer Reihe von Artikeln und Rezensionen werden, die ich dann zu einem Buch bündeln werde.

A. K.: 13. Der typische Rechte ist hervorragend darin, zu kritisieren, was mit der modernen westlichen Gesellschaft nicht stimmt, bleibt aber weit zurück, wenn es darum geht, sich eine zukünftige Gesellschaft vorzustellen, in der die intellektuellen Traditionen der Rechten die Hauptrichtung der Kultur ausmachen. William Pierces einzelne Radiosendung „White World“ vor dem Hintergrund hunderter anderer Sendungen versinnbildlicht diesen Zustand. Sicherlich darf die Zukunft nicht einfach eine nutzlose (und unmögliche) Rückkehr in die 1930er sein. Die Linke andererseits hat immer eine utopische Vision gehabt. Beschreiben Sie eine Zukunft, wo Savitri Devis Texte zum Kanon der Lehrbücher an Universitäten gehören und ohne Kontroverse gelesen werden.

G. J.: Aus diesem Grund denke ich, daß wir Künstler brauchen. Künstler projizieren Welten. Harold Covingtons Romane des Northwest Quartet sind zum Beispiel enorm effektiv bei der Vermittlung von Ideen. Sein Roman The Hill of the Ravens spielt in einer zukünftigen Nordwestlichen Republik, wie auch Teile von A Distant Thunder.

Filme sind natürlich noch wirksamer bei der Vermittlung von Ideen als Bücher. Film ist wirklich die Realisierung von Wagners Idee des Gesamtkunstwerks.

Savitri Devi stand politisch rechts von Hitler. Ich schätze, das beste Bild einer Welt, in der sie ohne Kontroverse gelesen wird, ist das Schlußkapitel ihres Impeachment of Man: “Race, Economic, and Kindness: An Ideal World.

A. K.: 14. Schlußendlich, wie würden Sie gern in 100 Jahren in Erinnerung sein? Und was glauben Sie, wie der Feind sich an Sie erinnern wird?

G. J.: In Wahrheit war meine erste Reaktion auf Ihre Frage, daß ich gern vergessen sein würde.

Der menschliche Egoismus ist so etwas Hässliches. Narzissmus ist in unserer Bewegung solch ein verheerendes Persönlichkeitsmerkmal – besonders die Sorte der theatralischen „Drama Queen“. Aber es gibt einen normalen, gesunden Wunsch, in Erinnerung zu bleiben, der von pathologischen Narzissten niedergetrampelt und zermalmt wird, die eine Stampede zu dem vollführen, was sie für die Bühne der Geschichte und das Rampenlicht ewigen Ruhms halten. Natürlich enden sie in der Wirklichkeit damit, daß sie in immer kleiner werdenden „Meet, eat & retreat“-Gruppen dieselben Geschichten erzählen, auf Facebook posieren oder in Internetforen Lügen erzählen.

Mir liegt weniger daran, wie ich in Erinnerung bleibe, als vielmehr wem. Ich hoffe, daß unser Volk in hundert Jahren lebendig ist und blüht, und in vielen Jahrhunderten danach. Was unsere Feinde betrifft: ich hoffe, daß sie ihren Überlebenswillen verlieren, einen demographischen Kollaps erleiden und schließlich verschwinden. Das ist die Art von Welt, der ich in Erinnerung bleiben möchte.

Ich möchte die Ziele erreichen, die ich oben abgesteckt habe, und ich möchte, daß sie zu dieser Welt beitragen. Ich möchte die Welt als besseren Ort zurücklassen, als ich sie vorgefunden habe. Ich möchte Teil der Kette sein, die das, was das Beste an unserer Rasse und Zivilisation ist, weiter und nach oben trägt. Ob ich in Erinnerung bleibe oder vergessen werde, ich werde dennoch diese Rolle gespielt haben; ich werde Teil der permanenten Bilanz des Kosmos sein, so unabänderlich wie die Gesetze der Mathematik. Das ist wichtiger, als in der Erinnerung anderer Menschen weiterzuleben.

Source: http://fjordman.wordpress.com/2011/03/04/interview-mit-greg-johnson/

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