Der neokonservative Rambo
Anders Behring Breivik"/>
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Der neokonservative Rambo
Anders Behring Breivik

1,504 words

Übersetzt von Deep Roots

English original here

Weiße Nationalisten, europäische Nationalisten, Counter-Jihadisten, Einwanderungsrestriktionisten, sogar die Tea Party werden verleumdet, indem sie mit dem angeklagten norwegischen Amokmörder Anders Behring Breivik „in Verbindung gebracht“ und „assoziiert“ werden.

Die meisten dieser Verbindungen existieren nur im Kopf unehrlicher Linker (und koscherer Konservativer), die politische Vorteile aus den Leichen von Teenagern zu quetschen streben.

Aber einige Verbindungen sind real – so real, wie im Internet etwas sein kann. Zum Beispiel erkannte ich sofort das obige Foto von Breivik, weil ich es ein paarmal auf Facebook gesehen habe. (Zur Zeit des Anschlags hatte er mehr als 7.000 Facebook-Freunde).

Ich erinnere mich deutlich an ihn wegen seiner Fotos, die wie professionelle Modelaufnahmen aussehen, nicht wie die typischen Schnappschüsse, die die Leute für ihre Facebook-Avatare verwenden.

Ich erinnere mich, daß ich mir sein Profil angesehen und entschieden habe, daß er nicht wirklich im Einklang mit der Agenda von Counter-Currents ist. Er beschrieb sich als Konservativen und Christen (was nicht notwendigerweise rote Flaggen sind), aber er verbündete sich mit Europas philosemitischer antiislamischer Bewegung (was eine sehr große rote Flagge ist, und oft noch dazu eine falsche jüdische).

Als ich zum zweiten Mal auf Facebook auf Breiviks Bild stieß, bemerkte ich auch, daß sein Name geändert worden war. Nachdem sein Bild in den Nachrichten erschien, fand ich es auf Facebook unter einem weiteren, dritten Namen (einem anderen als Anders Behring Breivik),  aber als ich ein paar Minuten später nochmals danach suchte, konnte ich dieses Profil nicht finden.

Ich hatte ein ungutes Gefühl deswegen. Es gibt viel zu viele ideologische Gestalt- und Namenswandler in unserem Milieu, und diese Verhaltensweisen sind üblicherweise mit einem hohen Grad von Narzißmus korreliert, sowie auch mit tieferen psychologischen Störungen. (Ich bekomme dasselbe unheimliche Gefühl bei Leuten, die ihre Facebook-Avatare häufig ändern.) Ich habe aus bitterer Erfahrung gelernt, daß nichts für unsere Rasse und Sache Gutes aus der Verbindung mit Verrückten kommt, daher ziehe ich es vor, mich auf die Seite der Vorsicht hin zu irren und meide Leute, die Anzeichen von Exzentrizität zeigen.

Anfänglich hielt ich mich davon zurück, über Breivik zu schreiben, weil seine Motive nicht klar waren. Dann kam Kevin Slaughter der ganzen Welt des Journalismus zuvor, indem er Breiviks Rationale ans Licht brachte: 2083: A European Declaration of Independence, ein 1.518seitiges Manifest, das seine Weltsicht und die Pläne für seine Anschläge umreißt. Breivik produzierte auch ein sehr gut gemachtes Video, das seine Ansichten zusammenfaßt und sie mit wirksamen Bildern illustriert. (Diese wurden unter dem Namen Andrew Berwick veröffentlicht. Das Buch gibt London als Veröffentlichungsort an. Die Fotos auf dem Rücken sind jedoch von Anders Breivik.)

Obwohl die Verbrechen, die Breivik zur Last gelegt werden, an den Bombenanschlag von Oklahoma City erinnern, ist Breiviks sorgfältig ausgearbeitetes Manifest mehr im Stil des „Unabombers“ Ted Kaczynski (auch wenn Breivik kein so tiefer Denker ist und leider auch nicht so prägnant).

Breivik ist ein europäischer Nationalist, dessen Hauptsorge die islamische Kolonisierung ist. Er ist ein Konservativer, ein Antikommunist und Gegner des „Kulturmarxismus“, ein Freimaurer, ein Christ, der das Christentum als kulturelle Kraft für die Einigung Europas gegen den Islam sieht (aber offenkundig kein christlicher Fundamentalist, wie von den Mainstream-Medien behauptet), ein Philosemit und Pro-Zionist, ein Antirassist und ein Anti-Nationalsozialist, der den Nazismus ständig als Paradigma des Bösen verwendet. (Breivik nennt Adolf Hitler den „Großen Satan“ und gibt ihm die Schuld am Niedergang unserer Rasse.)

Obwohl die Nordamerikanische Neue Rechte zu demselben Genus Euro-Nationalist gehört, kann ich mir keine fundamental verschiedenere Spezies vorstellen als Breivik, denn im Kern seines Denkens befindet sich ein intellektuelles (oder wahrscheinlicher moralisches) Versagen, das es möglich macht, das Judentum (und einen seiner Tentakel, die Freimaurerei) zu umarmen, während man dessen Konsequenzen bekämpft („Kulturmarxismus“, die Islamisierung Europas) und den Nationalsozialismus und andere Formen des Euro-Nationalismus verleumdet, die an die Wurzeln des Problems gehen.

Breiviks Ziel war es anscheinend, einen neuen Kreuzzug zur Vertreibung des Islam aus Europa zu entfachen. Sein Vorbild sind die Tempelritter, einer der spirituell-militärischen Orden, die den Islam während der Kreuzzüge aufhielten. Breiviks Foto von ihm in Freimaurertracht beruht eindeutig auf der Behauptung der Freimaurer, vom Templerorden abzustammen.

Breivik widmet zahllose Seiten der detaillierten Beschreibung der Struktur seines neuen Templerordens, einschließlich Rängen, Eiden, Ritualen und realen Prototypen von Uniformen und Medaillen. Jeder, der mit Rollenspielen vertraut ist, wird diese Art von Literatur sofort erkennen.

Wie genau stellte Breivik sich vor, daß er den Templerorden wiederbeleben und einen europaweiten Kreuzzug gegen den Islam auslösen könnte, indem er Teenager niederschoß? Nun, vielleicht habe ich es überlesen, aber ich habe keine Verbindung gesehen.

Breivik hat einen Wolkenkratzer aus Worten errichtet, aber die Fahrstühle gehen nicht ganz bis nach oben. Er gab 300.000 Euros (!) für die Vorbereitung seiner Operation aus, ließ aber eine Lücke zwischen seinen Mitteln und letztendlichen Zielen, durch die man einen Bombenlaster fahren könnte.

Breiviks Wälzer enthält auch Tips dafür, wie man bei Fotoaufnahmen am besten aussieht. Was mich zu der Frage bringt: Wurde die Kluft zwischen Breiviks politischen Zielen und seinen Handlungen vom schieren Narzißmus dieses selbstgefälligen, aber tödlichen Deppen überbrückt?

War Breivik so von seiner Logik, seiner Rhetorik und seinen schicken Uniformen eingenommen, daß er dachte, Millionen europäischer Männer würden aufstehen, um ihm zu folgen, nachdem er die benebelten liberalen Gehirne von ausreichend vielen Hochschülern verspritzt hätte? Wenn der Kreuzzug nicht zustande kommt, glaubt ihr, daß er bloß zum Schluß kommen würde, daß er noch ein paar Leute töten, oder vielleicht mehr Zeit auf einer Bräunungsliege verbringen müßte? Sind all diese Menschen gestorben, weil ein reicher, entfremdeter Nerd von seiner eigenen Fantasiewelt verzehrt war?

Falls Breivik tatsächlich der Täter der Morde von Norwegen ist, dann habe ich eine sehr einfache Botschaft für ihn: Du hast viel mehr und weit Schlimmeres getan, als etwa 90 Norweger zu töten, so schrecklich das sein mag. Du hast die Sache der Rettung der ganzen weißen Rasse vor dem Aussterben zurückgeworfen. Denn die Wiederbelebung des Templerordens gehört nicht zu den vorhersehbaren Konsequenzen dieser Art von sinnlosem Terrorismus. Vielmehr umfassen sie 1) politisches Durchgreifen gegen Meinungsabweichler und 2) verstärkten öffentlichen Widerstand gegen unsere Botschaft seitens normaler Leute, die von Massenmord, besonders an hübschen blonden Teenagern, abgestoßen werden.

Ja, natürlich  wird das Meinungsklima von unseren Feinden manipuliert. Ja, unsere Feinde kommen die ganze Zeit mit viel schlimmeren Verbrechen durch. Ja, es muß nicht so sein. Aber dennoch ist dies die Realität der Situation. Sie haben die Macht, uns zu verleumden, daher werden sie sie natürlich benutzen. Terrorismus ist ein Kampf, den wir nicht gewinnen können, im Bereich der Politik oder im Bereich der Publizität. Und nur ein Narr nimmt einen Kampf auf, den er nicht gewinnen kann.

Und warum in Odins Namen entschied der Mörder sich dafür, Teenager aufs Korn zu nehmen? (Aus denen die Medien des zusätzlichen Horrors wegen „Kinder“ und „Kids“ machen.) Ja, es lag eine gewisse Logik darin, ein Jugendlager der regierenden sozialdemokratischen Arbeiterpartei anzugreifen. Wie alle verräterischen westlichen Eliten verurteilt die norwegische Arbeiterpartei gewöhnliche Norweger dazu, zur Beute von Dieben, Vergewaltigern und Mördern aus der Dritten Welt zu werden, die sie importieren und hätscheln. Aber sie schirmen sich selbst und ihre Familien vor dem Chaos ab, das sie anderen zufügen. Breivik könnte beschlossen haben, diesen Scheinheiligen zu zeigen, daß sie nicht unverwundbar sind, daß sie sich nicht gegen die Konsequenzen ihrer eigenen Handlungen isolieren können.

Falls das seine beabsichtigte Botschaft war, so war sie völlig nutzlos. Der Bombenanschlag von Oklahoma City und die Terroranschläge von 9/11 bewiesen, daß die Vereinigten Staaten und ihre Funktionäre auch nicht unverwundbar sind durch die Konsequenzen ihrer Handlungen. Aber falls diese Anschläge auch nur eine Sekunde moralischer Reflexion in den Zitadellen der Macht verursacht haben, einen einzigen Moment der Klarheit über das Böse und die Anmaßung der amerikanischen Politik, dann muß ich erst noch ein Anzeichen dafür sehen. Stattdessen produzierten sie nur noch mehr Repression im Inland und Abenteurertum im Ausland: mehr Lügen, mehr Kriege, mehr Opfer.

Ja, 9/11 schaffte es in der Tat, eine Menge Amerikaner aufzuwecken, aber der Bombenanschlag von Oklahoma City war ein riesiger Rückschlag für die patriotischen und Milizbewegungen. Nochmal, nur ein Narr nimmt einen Kampf auf, den er nicht gewinnen kann. Wenn man ein Monster höchstens verwunden kann, dann läßt man es besser in Ruhe.

Im Gefolge der Versuche, American Renaissance zu verleumden, indem man es mit dem Arizona-Amokschützen Jared Lee Loughner in Verbindung brachte, argumentierte ich (hier und hier), daß bewaffneter Kampf gegen unsere Feinde vergeblich ist, weil sie stärker sind als wir. Er ist auch unnötig, weil sie eine Politik betreiben, die sie auf lange Sicht schwächen und uns stärken wird.

Ich argumentierte auch, daß bloße verbale Verdammung von Gewalt durch weiße Nationalisten keine intellektuelle oder moralische Glaubwürdigkeit hat. Der einzige glaubwürdige Schritt, denn wir machen können, um sinnlose und kontraproduktive Amokläufe wie den von Breivik zu vermeiden, ist aufzuhören, die Verrückten unter uns zu hätscheln. Elitismus muß zu Hause beginnen.

* * *

Aus einem vorherigen Strang von Greg Johnson auf „Counter-Currents“:

Nachdem manche Leute Schwierigkeiten haben, auf Anders Breiviks Manifest „2083: A European Declaration of Independence“ auf Kevin Slaughters Seite zuzugreifen (wegen Einschränkungen bei der Bandbreite), stellen wir hier eine Kopie auf Counter-Currents ein. Selbstredend nur zu Informationszwecken.

Source: http://fjordman.wordpress.com/2011/07/26/anders-behring-breivik-der-neokonservative-rambo/

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