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Luftfahrt, Geographie und Rasse

Charles Lindbergh, 1902–1974

Charles Lindbergh, 1902–1974

1,520 words

Übersetzt von Deep Roots

English original here

Anmerkung des Herausgebers:

Aus dem Blickwinkel der Gegenwart erscheint es beinahe unmöglich, daß der folgende Artikel in einem populären Magazin wie Reader’s Digest erscheinen könnte. Und doch ist er im November 1939 erschienen – innerhalb der Lebensspanne vieler, die heute leben. Wir arbeiten für den Tag, an dem solche Artikel wieder erscheinen können. Möge es ebenfalls innerhalb der Lebensspanne vieler sein, die heute leben.

Die Luftfahrt ist auf eine delikat ausbalancierte Welt getroffen, eine Welt, in der die Stabilität bereits dem Druck neuer dynamischer Kräfte nachgab, eine Welt, die von einer mechanischen, materialistischen westeuropäischen Zivilisation dominiert wird. Die Luftfahrt ist ein Produkt dieser Zivilisation, getragen auf dem Wellenkamm ihrer Aussichten. Typisch auch für ihre Stärke und ihre Schwächen, ihre Eitelkeit und ihre Selbstzerstörung – Männer, hochgeschleudert ins Antlitz Gottes, ein weiterer Ikarus, der den Himmel beherrscht und seinerseits von ihm beherrscht wird; denn schließlich bestimmen die Gesetze der Natur den Erfolg menschlicher Anstrengungen und messen den Wert menschlicher Erfindungen in dieser göttlich komplizierten, mathematisch unvorhersagbaren Entwicklung des Lebens, der die Wissenschaft den Namen Evolution gegeben hat.

Die Luftfahrt erscheint beinahe als Geschenk des Himmels für jene westlichen Nationen, die bereits die Führer ihrer Zeit waren, indem sie ihre Führerschaft, ihr Selbstvertrauen und ihre Herrschaft über andere Völker stärkt. Sie ist ein Werkzeug, das speziell für westliche Hände geformt ist, eine wissenschaftliche Kunst, die andere nur in mittelmäßiger Weise kopieren, eine weitere Barriere zwischen den wimmelnden Massen Asiens und dem griechischen Erbe Europas – eines jener unschätzbaren Besitztümer, die es der weißen Rasse ermöglichen, überhaupt in einem herandrängenden Meer aus Gelb, Schwarz und Braun zu leben. Aber die Luftfahrt, symbolisch gebraucht wie auch für sich genommen, bringt zwei große Gefahren mit sich, eine, die unserer modernen Zivilisation eigen ist, die andere älter als die Geschichte. Nachdem die Luftfahrt von der komplexen Organisation von Leben und Industrie abhängig ist, bringt sie die Gefahr mit sich, daß ein Volk zu weit von der Erde und vom Meer getrennt wird – die Gefahr dieses physischen Niedergangs, der so oft mit einer hochintellektuellen Entwicklung einhergeht, dieses spirituellen Niedergangs, der ein industrielles Leben unvermeidlich zu begleiten scheint, dieses rassischen Niedergangs, der physischer und spiritueller Mittelmäßigkeit folgt.

Eine große Industrienation mag die Welt innerhalb der Spanne eines einzigen Lebens erobern, aber ihre Achillesferse ist die Zeit. Ihre Kinder, was ist mit ihnen? Die zweite und dritte Generation, von welcher Zahl und aus welchem Stoff werden sie sein? Wie lange können Menschen zwischen Ziegelmauern gedeihen, während sie auf Asphaltbelag gehen, den Rauch von Kohle und Öl einatmen, wachsen, arbeiten und sterben mit kaum einem Gedanken an Wind und Himmel und Weizenfelder, nur maschinengemachte Schönheit sehen, die mineralartige Qualität des Lebens. Dies ist unsere moderne Gefahr – eine der wächsernen Schwingen des Fluges. Sie mag unsere Zivilisation zu Fall bringen, sofern wir nicht schnell handeln, um ihr entgegenzuwirken, sofern wir nicht erkennen, daß menschlicher Charakter wichtiger ist als Effizienz, daß Bildung aus mehr besteht als der bloßen Ansammlung von Wissen.

Aber die andere große Gefahr ist leichter zu erkennen, weil sie wieder und wieder im Laufe der Geschichte aufgetreten ist. Es ist die Glut des Krieges, angefacht von jeder neuen militärischen Waffe, die heute aufflammt, wie sie nie zuvor aufgeflammt ist. Es ist der alte innere Kampf um Macht unter einem dominanten Volk; blind, unersättlich, selbstmörderisch. Die westlichen Nationen sind wieder im Krieg, einem Krieg, der wahrscheinlich niederschmetternder sein wird als irgendeiner in der Vergangenheit, ein Krieg, in dem die weiße Rasse verlieren muß, und in dem die anderen gewinnen müssen, ein Krieg, der unsere Zivilisation leicht durch weitere Dunkle Zeitalter führen könnte, sofern sie überhaupt überlebt. In diesem Krieg ist die Luftfahrt ein so bedeutender Faktor, wie sie eine Ursache gewesen ist — eine Ursache wegen ihrer Auswirkung auf das Gleichgewicht der Stärke zwischen Nationen, ein Faktor wegen der Zerstörung und des Todes, die sie gegen Erde und Meer schleudert. Luftmacht ist für alle unsere Länder neu. Sie bringt einigen Vorteile und schwächt andere; sie fordert überall Neuanpassung.

Wenn es nur irgendeinen Weg gäbe, den sich verändernden Charakter der Menschen zu messen, irgendeinen Maßstab, um Einfluß unter den Nationen neu einzuteilen, irgendeinen Weg, um in Frieden die Stärke der Waffen im Krieg zu demonstrieren. Aber mit all ihren Dimensionen, ihren Uhren, Gewichten und Zahlen, läßt uns die Wissenschaft im Stich, wenn wir nach einem Maß für die Rechte von Menschen fragen. Sie können nicht durch Zahlen, nach Distanz, Gewicht oder Zeit beurteilt werden; oder indem man Köpfe zählt ohne einen Gedanken daran, was sich darin befinden mag. Jene nicht greifbaren Charaktereigenschaften wie Mut, Treue und Können entgehen allen Systemen, schlüpfen durch die Stäbe jedes Käfigs. Sie können erkannt, aber nicht gemessen werden. Sie liegen mehr im Blick zwischen zwei Männern als in irgendeiner Formel oder Mathematik. Sie formen die ungesehene Stärke einer Armee, den Genius eines Volkes.

In gleicher Weise existiert bei der Beurteilung der Luftfahrt in ihrer Auswirkung auf moderne Nationen kein zufriedenstellendes Maß für Stärke. Sie ist so eng an Geographie, Umgebung und Rassencharakter gebunden, daß jeder Versuch, nach Zahlen zu urteilen, wie das Zählen der Griechen bei Marathon wäre. Welche Vorteile werden sie gewinnen? Welchen neuen Einfluß können sie ausüben? Um dies zu beurteilen, darf man nicht nur ihre Fliegerei ansehen, sondern muß sie ansehen, die Geographie ihres Landes, ihre Existenzprobleme, ihre Lebensgewohnheiten.

Berge, Küstenlinien, große Entfernungen, Befestigungsanlagen am Boden – all diese Schutzvorrichtungen vergangener Generationen verlieren ihre alte Bedeutung, wenn der Mensch Gefallen an seinen Flügeln findet. Der Englische Kanal, die schneebedeckten Alpen, die Weiten Rußlands, werden jetzt aus einer anderen Höhe betrachtet. Die Streitkräfte von Hannibal, Drake und Napoleon bewegten sich bestenfalls mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes oder des Windes in Segeln. Jetzt bringt die Luftfahrt ein neues Konzept der Zeit und Entfernung in die Angelegenheiten der Menschen. Sie erfordert Anpassungsfähigkeit an Veränderungen, setzt eine Prämie aus für Schnelligkeit des Denkens und Handelns.

Militärische Stärke ist dynamischer und weniger greifbar geworden. Eine Neuausrichtung der Macht hat stattgefunden, und es gibt in Friedenszeiten kein angemessenes Maß für ihre Auswirkung auf den Einfluß von Nationen. Es scheint keinen Weg zu geben, sich auf die Rechte zu einigen, die sie manchen bringt und anderen nimmt. Die Rechte von Menschen innerhalb einer Nation werden in jeder Generation durch die Erbschaftsgesetze neu geregelt – Land wechselt den Besitzer, während Generationen vergehen, Vermögen werden von einer Generation zur nächsten besteuert; Besitz ist nicht dauerhafter als Leben. Aber zwischen den Nationen selbst gibt es keine ähnliche Vorkehrung, um Virilität zu belohnen und Verfall zu bestrafen, kein Weg zur Neueinteilung des Reichtums der Welt, während die Gezeiten des menschlichen Charakters abebben und anschwellen — außer durch die Stärke von Armeen. In letzter Analyse ist militärische Stärke nur meßbar durch ihre eigene Verausgabung, durch die Niederstreckung des einen Rivalen, während der andere immer noch über das Feld stolpern kann – und rundherum die Wölfe von geringerer Statur ihre Zeit abwarten, um beide Krieger anzufallen.

Wir, die Erben der europäischen Kultur, stehen am Rande eines katastrophalen Krieges, eines Krieges innerhalb unserer Familie von Nationen, eines Krieges, der die Stärke der weißen Rasse reduzieren und ihre Schätze vernichten wird, eines Krieges, der sogar zum Ende unserer Zivilisation führen kann. Und während wir kampfbereit dastehen, wenden sich orientalische [=fernöstliche; d. Ü.] Kanonen nach Westen, Asien drängt an der russischen Grenze gegen uns, alle fremden Rassen bewegen sich unruhig. Es ist Zeit, uns von unseren Streitigkeiten abzuwenden und unsere weißen Bollwerke wieder aufzubauen. Diese Allianz mit fremden Rassen bedeutet für uns nichts als den Tod. Es ist an uns, unser Erbe gegen Mongolen und Perser und Mauren zu schützen, bevor wir von einer grenzenlosen fremden See verschlungen werden. Unsere Zivilisation hängt von einer geeinten Stärke unter uns ab; von einer Stärke, die zu groß ist, um von fremden Armeen herausgefordert zu werden; von einem Westlichen Wall aus Rasse und Waffen, der einen Dschingis Khan zurückhalten kann oder die Infiltration minderen Blutes; von einer englischen Flotte, einer deutschen Luftwaffe, einer französischen Armee, einer amerikanischen Nation, die zusammenstehen als Wächter unseres gemeinsamen Erbes, die die Stärke miteinander teilen und den Einfluß unter sich teilen.

Unsere Zivilisation hängt vom Frieden unter den westlichen Nationen ab, und daher von geeinter Stärke, denn der Friede ist eine Jungfrau, die ihr Gesicht nicht ohne den Schutz ihres Vaters, der Stärke, zu zeigen wagt. Wir können nur so lange Frieden und Sicherheit haben, wie wir zusammenhalten, um diesen kostbarsten Besitz zu bewahren, unser Erbe des europäischen Blutes; nur so lange, wie wir uns wappnen gegen Angriffe fremder Armeen und Verdünnung durch fremde Rassen.

Wir brauchen Frieden, um unsere besten Männer leben zu lassen, damit sie diese subtileren, aber gleichermaßen gefährlichen Probleme lösen, die diese neue Umgebung mit sich brachte, in der wir leben, um uns Zeit zu geben, diesen materialistischen Trend umzukehren, um aufzuhören, uns vor diesem neuen Idol mechanischer Effizienz niederzuwerfen, um Mittel zu finden, Freiheit, Geist und Schönheit mit industriellem Leben zu kombinieren – ein Friede, der den westlichen Völkern Charakter, Stärke und Sicherheit zurückbringt.

Mit der ganzen Welt um uns an unseren Grenzen, laßt uns nicht Rassenselbstmord durch inneren Konflikt begehen. Wir müssen von Athen und Sparta lernen, bevor ganz Griechenland verloren ist.

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