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Die singende Revolution

897 words

Übersetzt von Deep Roots

English original here

The Singing Revolution ist ein Dokumentarfilm über den Kampf der winzigen Ostseenation Estland um Souveränität, einer Nation, die das halbe zwanzigste Jahrhundert im Griff des Sowjetimperiums verbrachte. Es ist ein besinnlicher und informativer Film, der entweder nicht erkennt oder sich nicht darum kümmert, daß es eine mitreißende Geschichte des Triumphes einer weißen Nation über eine globale Ideologie ist. Das Meer hellhaariger Patrioten, die als eine unerschütterliche erweiterte Familie in Solidarität gegen eine Ideologie versammelt sind, die in ihrer Zukunft keinen Platz für sie sieht, ist atemberaubend.

http://www.youtube.com/watch?v=R-fsTAnmNIY

Die Geschichte zentriert sich um das Estnische Liederfestival (das Laulupidu), eine Veranstaltung, die mehr als ein Jahrhundert lang alle fünf Jahre veranstaltet wurde und bei der Zigtausende Esten zusammenkommen, um traditionelle Volkslieder zu singen. Sie sangen öffentlich Texte wie „Land meiner Väter / Land, das ich liebe / ich kann dich nicht im Stich lassen“ und rezitierten privat Slogans wie „Eines Tages, komme, was da wolle, werden wir gewinnen“, bis sie ein freies Land waren. Der Erzähler behauptet, es sei „die Geschichte davon, wie die Kultur eine Nation rettet“, womit er der „Singenden Revolution“ das Verdienst zuschreibt, die Ketten der Unterdrückung ohne Hass oder Gewalt zu entfernt zu haben.

Es ist verzeihlich, daß sowohl der nationale Mythos als auch die These des Dokumentarfilms besagen, daß sie den Bolschewismus mit all ihrem Singen besiegt hätten. Immerhin, „wenn 20.000 Menschen ein Lied zu singen beginnen, selbst ohne einen Dirigenten, kann man sie nicht zum Schweigen bringen.“ In Wirklichkeit implodierte der Bolschewismus von selber. Bis dahin waren sowohl die militanten „Waldbrüder“ als auch die verweichlichten Dirigenten gleichermaßen machtlos gegen den einschüchternden globalen Moloch. Es war jedoch auf seine eigene Weise subversiv. Es spielte eine entscheidende Rolle bei der Bewahrung der estnischen Stammesidentität gegen die Auflösung, sodaß es zu einem späteren Zeitpunkt noch ein Estland zum Wiederherstellen geben konnte.

Der aufmerksame amerikanische weiße Nationalist wird diese Darbietung mit mehreren Parallelen zu unserem eigenen Kampf übersät finden. An einer Stelle meint ein Mann: „In der Schule unterrichteten sie einen Haufen Scheiße, aber mein Vater sagte mir, wie es wirklich war.“ Es ist ermutigend zu sehen, wie diese Völker nach weitverbreiteten Gehirnwäschebestrebungen der Regierung so schnell wieder zu Sinnen kommen. Sollte der globale Kapitalismus in ähnlicher Weise implodieren wie der globale Kommunismus, wird unser eigenes Volk dann genauso schnell wieder zu Sinnen kommen? Tun wir Fackelträger alles, was wir können, um ein Gefühl der Identität am Leben zu halten?

Weit gefehlt. Wie sollen wir „sie“ besiegen, wenn wir so viel Energie investieren, „sie“ anzugreifen, und so wenig darin, „uns“ wieder zu Kräften zu bringen? Wenn ein Haufen weißer Nationalisten zusammenkäme und ausreichend durch einen Geist der Kameradschaft bewegt wäre, um in Gesang auszubrechen, was für ein Lied wäre das? Ich vermute, diejenigen von eher neo-konföderierter Sorte haben „Dixie“. Es wurde in Wirklichkeit von einem Yankee über einen Schwarzen geschrieben, der sich nach der Sklaverei sehnt, aber ist immer noch besser als nichts. Und es ist nicht so, daß dies schwierig wäre, wenn eine einzige Person sich die Mühe machte. The Wobblies zogen dies an der Wende zum vorigen Jahrhundert durch, indem sie bloß ein paar populäre christliche Hymnen umtexteten. Es ist nicht schwer.

Wir haben über zweihundertmal so viele Menschen in unserer „Nation“ wie Estland, und doch haben wir kein einziges subversives Volkslied. Dies läßt darauf schließen, daß unser Versäumnis in dieser Abteilung an mehr als bloßem Übersehen liegt. Wir liegen in der praktischen Politik nicht deshalb hinter unseren europäischen Gesinnungsgenossen zurück, weil wir zu unpraktisch sind. Praktische Politik ist das, was Menschen tun, sobald sie inspiriert worden sind, sobald ihre Geister von einem transzendenten Ideal hingerissen sind. Weiße Amerikaner existieren weiterhin in einem abstrakten demographischen Sinn, aber wir sind in einer viel schlimmeren Lage als der, in der sich die Esten befanden. Falls das weiße Amerika nicht bereits spirituell tot ist, so liegt es unzweifelhaft auf dem Sterbebett.

Dieser Film rührte mich fast zu Tränen, und ich empfehle sehr, ihn sich anzusehen. Leider erkannte ich, je mehr ich über ihn nachdachte, umso mehr, daß sie anscheinend irgendetwas haben, das wir nicht haben. All die Pyrotechnik am Fourth of July zusammengenommen kann es nicht mit der explosiven Kraft aufnehmen, mit der diese Esten ausbrechen, wenn sie einstimmig singen. Wir haben Traditionen, die es wert sind, geschätzt und bewahrt zu werden, und wir haben eine Volkserinnerung, die bewahrt werden sollte, aber wir haben kein nationales Lied, weil wir keine nationale Stimme haben, mit der wir es singen könnten.

Und sagt mir nicht, daß es „The Star Spangled Banner“ ist…

http://www.youtube.com/watch?v=JDMvfAq7QPw

Während ich praktische Politik und intellektuelle Projekte befürworte, werden diese nicht vom Fleck kommen, solange man sich nicht mit den metaphysischen Dingen beschäftigt hat. Deshalb betrachte ich Counter-Currents Publishing als so wichtig und ermuntere die Leute dazu, es zu unterstützen. Es ist etwas zutiefst nicht in Ordnung mit Amerika, und es ist mehr, als mit jüdischer Verlogenheit, schwarzer Devianz oder der mexikanischen Invasion begründet werden kann. Letzten Endes resultiert unsere Anfälligkeit gegen diese Probleme aus unserem mangelnden Willen, unseren philosophischen Fehltritten und unserer allgemeinen Dekadenz. Ich bin immer noch weiterhin stolz, ein Amerikaner zu sein, aber ich erkenne, daß es zu meiner Pflicht gegenüber meiner Nation gehört, dabei zu helfen, eine radikal neue Vorstellung von ihr zu gewinnen und sie neu zu beleben. Erst dann, im Gefolge dieser Wiedergeburt, werden wir etwas haben, wovon wir singen können.

Source: http://fjordman.wordpress.com/2011/10/29/die-singende-revolution-und-wer-nicht-singt-der-kusst/

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