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Emma West und der englische Nationalismus

John Opie, „Boadicea hält den Briten eine Predigt“; vor 1807

1,422 words

Übersetzt von Deep Roots

English original here

Zur Zeit, da dies  geschrieben wird, wird Emma West in Haft gehalten und wartet auf einen weiteren Auftritt vor Gericht. Im Gefolge ihrer weithin publizierten Polemik gegen die Einwanderung ist sie der verschärften, vorsätzlichen, rassisch-religiösen Unruhestiftung angeklagt worden. Falls sie für schuldig befunden wird, droht ihr ein Höchsturteil von zwei Jahren Gefängnis.

Das Vergehen der „vorsätzlichen Unruhestiftung“ wurde mit dem Public Order Act von 1986 geschaffen. Eines der erklärten Ziele des Gesetzes war es, „das Aufhetzen zum Rassenhaß zu kontrollieren“ [1]. 1998 führte der Crime and Disorder Act neue „rassisch oder religiös verschärfte“ Straftaten ein. [2] Dies bedeutet, daß manche Verbrechen von den Gerichten als schwerwiegender behandelt werden, wenn bewiesen werden kann, daß in dem Verbrechen ein religiöses oder rassisches Element enthalten war. Wenn bewiesen werden kann, daß der Angeklagte beim Begehen eines Verbrechens Feindseligkeit gegenüber der rassischen oder religiösen Zugehörigkeit des Opfers gezeigt hat, dann wird das Verbrechen als religiös oder rassisch verschärft beurteilt werden. Als Hinweis darauf, wie ernst das genommen wird: die maximale Gefängnisstrafe für vorsätzliche Belästigung ist sechs Monate, aber wenn das Verbrechen als rassisch oder religiös motiviert beurteilt wird, dann schnellt die Höchststrafe auf bis zu zwei Jahre empor.

Solche Gesetze werden von den Behörden in England mit Begeisterung vollzogen und sind ein Mittel, politische Meinungen unter legalistischer Verkleidung zu zensurieren. Der Führer der British National Party (BNP), Nick Griffin, wurde 2006 in einer Reihe von Verfahren wegen des Gebrauchs von Worten oder Verhaltensweisen freigesprochen, die das Ziel haben, Rassenhaß zu schüren, ein weiteres Vergehen aus dem Public Order Act von 1986. Dies hing mit einer verdeckten Ermittlung der BBC zusammen, die einen Undercover-Reporter heimlich eine Versammlung der BNP für die nachfolgend ausgestrahlte Sendung „The Secret Agent“ filmen ließ. [3]

In jüngerer Zeit wurden Simon Sheppard und Stephen Whittle inhaftiert wegen Anstiftung zum Rassenhass mittels Material, das auf der Webseite „Heretical Press“ erschien. Sie wurden wegen Vergehen nach dem Public Order Act angeklagt: Veröffentlichung von rassenhetzerischem Material, Verbreitung von rassenhetzerischem Material und Besitz von rassenhetzerischem Material mit der Absicht, es zu verbreiten. Sheppard wurde zu vier Jahren und zehn Monaten verurteilt, Whittle zu zwei Jahren und vier Monaten (später nach Berufung reduziert). [4]

Der Fall von Stephen Whittle ist besonders interessant. Die Bücher des erfolgreichen Autoren Whittle waren von Creation Press, Headpress und Richard Bransons Virgin Books veröffentlicht worden. Seine Interessen waren die dekadenten und extremen Manifestationen der Postmoderne: der Serienmörder, das Okkulte, sexuelle Perversionen und andere Arten von Häresie. All dies war unauffällig. Irgendwann beschloß er, Artikel für Simon Sheppards Webseite (www.heretical.com) zu schreiben, in denen er die jüdische Macht hinter den Kulissen beschrieb, ihre Manipulation politischer Akteure und die schädlichen Auswirkungen ihrer Einwanderungspolitik auf die einheimische Bevölkerung. Der letzte Essay, der auf der Webseite veröffentlicht wurde, bevor er verhaftet wurde, hatte den Titel „Brave Jew World“. [5] All dies stellte sich als eine Ketzerei zuviel heraus. Niemand außerhalb der „äußersten Rechten“ und nicht viele innerhalb derselben sprach sich für die Redefreiheit des Autors aus, als er inhaftiert wurde.

Die Zensur jener, die für die einheimische Bevölkerung sprechen möchten, wird begleitet von der Verdrängung dieser Bevölkerung. Im letzten Jahrzehnt sind fast zwei Millionen Einwanderer (nicht eingeschlossen illegale Einwanderer) in das Vereinigte Königreich gekommen. Es wird prognostiziert, daß die Bevölkerung des Vereinigten Königreichs in den nächsten 16 Jahren um sieben Millionen wachsen wird, wovon fünf Millionen auf die Einwanderung zurückgehen werden. [6] Ein Teil des Grundes dafür, warum das liberale Establishment so scharf auf dieses lähmende Ausmaß der Einwanderung ist, ist dessen Wunsch, die Fähigkeit der einheimischen Bevölkerung zu zerstören, sich selbst wirksam zu repräsentieren. Dies war es, was hinter der geheimen Verschwörung der Labour-Regierung zur Erhöhung der Einwanderung steckte. Die Labour-Regierung entschied, daß ein hohes Einwanderungsniveau „die Nase der Rechten in [ethnische] Vielfalt stecken“ würde. [7] Das geheime Dokument, das enthüllte, daß die Regierung die Einwanderung als Mittel zur Gesellschaftsklempnerei verwenden wollte, wurde nur als Folge eines Antrags auf Informationsfreiheit öffentlich gemacht [8] und hat wenig bleibendes Interesse der Medien bewirkt. Die Tatsache, daß Einwanderer wahrscheinlicher Labour wählen werden, macht dies zum unverschämtesten Akt von Wahlschiebung in der politischen Geschichte.

Das Ausmaß der Einwanderung in England ist unverhältnismäßig größer als in Wales oder Schottland, und manche Orte sind bereits effektiv verloren. Dasselbe trifft auf das Schulsystem zu, wo weiße Kinder jetzt unter den Schülern in London, Slough, Leicester und Birmingham eine Minderheit sind. [9]

Der Protest von Mrs. West, daß ein Schwarzer kein Engländer sein kann, mag sie ins Gefängnis bringen, aber es ist keine falsche Aussage. Es gibt ein großes Maß an Verwirrung um die Unterscheidung zwischen englisch und britisch, und dies wird durch die Existenz des Vereinigten Königreichs verschärft. Kurz, die Engländer stammen von den Angeln und Sachsen ab, die ungefähr ab dem fünften Jahrhundert in dieses Land kamen. Die Schotten stammen von den Skoten ab, einem irischen Stamm, und die Waliser von den Briten, die in England lebten, als die Angeln und Sachsen ankamen. („Walisisch“ stammt vom altenglischen Wort wealisc, das „fremd“ bedeutet). Die Geschichte des Vereinigten Königreichs wird von Tony Linsell in „An English Nationalism“ kurz und bündig zusammengefaßt:

Wales wurde 1284 von Edward I. erobert und wurde ein Teil des anglo-normannischen Staates. Schottland wurde 1707 vertraglich mit England vereinigt, wodurch das Vereinigte Königreich Großbritannien geschaffen wurde. Das Unionsgesetz von 1801 mit Irland schuf das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland. Nach den Osterrebellion, oder –revolution, von 1916 gewann der aus 26 Grafschaften bestehende Irische Freistaat seine Unabhängigkeit. Die nördlichen sechs Grafschaften blieben ein Teil des Vereinigten Königreichs, das heute aus Großbritannien (England, Schottland und Wales) und Nordirland besteht. [10]

Der entscheidende Punkt, der über Britannien und das Vereinigte Königreich anzumerken ist, ist, daß dies politische Einheiten sind, die aus Allianzen unterschiedlicher Nationen bestehen. Die Engländer, Waliser und Schotten behalten alle ihre eigenen Einstellungen und Loyalitäten, trotzdem sie zu einem politischen Gebilde namens Vereinigtes Königreich gehören. Die Bedeutung des englischen Nationalismus dabei ist, daß Engländertum nicht gekauft, verkauft, verschenkt oder weggenommen werden kann. Es ist ein Geburtsrecht, das jeder englischen Person gehört, aber niemandem sonst. Die Staatsbürgerschaft im Vereinigten Königreich ist eine billige Sache des Besitzes eines Passes und kann jedem gegeben werden, ungeachtet dessen Volkstum. Britentum ist ein politisches Konzept. Engländertum ist ein innewohnender und existentieller Status: es ist nicht übertragbar.

Für das gegenwärtige britische Establishment ist Mrs. West eine peinliche Anomalie: eine Engländerin, die nicht wegschaut und den Mund hält. Es ist wahrscheinlich, daß diese aussterbende Sorte mit der fortschreitenden Zensur der einheimischen Engländer und ihrer weiteren Verdrängung ein für alle mal ausgelöscht werden wird.

Damit die Situation überhaupt eine Chance hat, umgekehrt zu werden, ist es geboten, daß jede nationalistische Bewegung in England eine ungeniert englisch-nationalistische Bewegung ist. Britischer Nationalismus ist schon mal ein Widerspruch in sich, da er nationalistische Stimmungen für ein multinationales Projekt auszunützen sucht. Das Problem dabei ist, daß große Zahlen fremder Leute sich jetzt als Briten sehen und die Dokumente haben, um das zu beweisen. Britische Nationalisten neigen dazu, von ihrer Anhänglichkeit an die Union gelähmt zu sein, da eben diese Union das Gebilde ist, das für das bedrohlich hohe Ausmaß an Einwanderung verantwortlich ist, das auf uns einstürmt. Der Zweck der Union war es, einen Rahmen zu bieten, innerhalb dessen verschiedene nationale Identitäten koexistieren konnten, und diese Funktion erfüllt sie noch heute, wobei sie ihre Gastfreundlichkeit in die vier Winkel des Globus ausdehnt.

Die Union hat ihre Zeit gehabt und muß aufgebrochen werden. Den britischen Nationalismus zugunsten des englischen Nationalismus aufzugeben, ist nicht, wie manche zu glauben scheinen, ein Eingeständnis der Niederlage, es ist in Wirklichkeit der erste Schritt zur Wiedergewinnung unseres Geburtsrechts und unseres Heimatlandes. Wie Alain de Benoist es ausdrückte:

„Eine Demokratie, die nicht auf der Idee wurzelloser Individuen oder ‚der Menschheit’ beruht, sondern auf dem Volk als kollektivem Organismus und privilegiertem historischem Akteur könnte man als organische Demokratie bezeichnen.“ [11]

Diese Anerkennung der organischen Realität des Volkes, befreit von abstrakten politischen Anlagerungen, ist das sicherste Fundament, auf dem wir bauen können.

Anmerkungen

1. Public Order Act 1986, http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1986/64

2. Crime and Disorder Act 1998, http://www.legislation.gov.uk/ukpga/1998/37/contents

3. „BNP-Führer von Rassenhass freigesprochen“, http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/bradford/6135060.stm

4. „Internet-Rassistenpaar verliert Berufung“, http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/north_yorkshire/8486884.stm

5. Die Kolumnen für Heretical Press wurden unter dem Pseudonym Luke O’Farrell geschrieben, http://www.heretical.com/ofarrell/index.html

6. Migration Watch UK, http://migrationwatchuk.org/pressReleases#305 and http://migrationwatchuk.org/pressArticle/91

7. „Labour wollte, daß die Masseneinwanderung das Vereinigte Königreich multikultureller macht, sagt ehemaliger Berater“, The Telegraph, 23. Oktober 2009, http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/law-and-order/6418456/Labour-wanted-mass-immigration-to-make-UK-more-multicultural-says-former-adviser.html

8. „Der Betrug von Labours Einwanderungspolitik“, The Telegraph, 9. Februar 2010, http://www.telegraph.co.uk/comment/telegraph-view/7199457/The-deceit-of-Labours-immigration-policy.html

9. „Schüler ethnischer Minderheiten nehmen in einem Jahrzehnt um 57 % zu“, http://www.bbc.co.uk/news/education-15738876

10. Tony Linsell, An English Nationalism (Norfolk: Athelney, 2001), S. 124.

11. Alain de Benoist, The Problem of Democracy (London: Arktos Media Ltd, 2011), S. 98.

Source: http://fjordman.wordpress.com/2011/12/18/emma-west-und-der-englische-nationalismus/

 

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