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Die Neue Rechte im Verhältnis zur Alten Rechten

3,059 words

Übersetzt von Piet Seidensticker

English original here

Was ist “neu” an der Nordamerikanischen Neuen Rechten und wie verhält sich diese zur „Alten Rechten“? 

Bevor ich darauf antworten kann, muss ich klarstellen, was die Alte Rechte und die Neue Rechte gemeinsam haben sowie was sie von der heutigen unechten Rechten unterscheidet: insbesondere von den derzeitigen Mitte-Rechts-Parteien und allen Formen des klassischen Liberalismus.

Die wahre Rechte, in ihren beiden Ausformungen einer Alten und einer Neuen, basiert auf der Zurückweisung der Gleichheit der Menschen als einer angeblichen Tatsache und einer Norm. Die wahre Rechte umfasst die Vorstellung, dass die Menschheit ungleich ist und sein soll, d.h. verschieden. Männer und Frauen sind verschieden. Erwachsene unterscheiden sich von Kindern. Die Verständigen unterscheiden sich von den Narren, die Intelligenten von den Dummen, die Starken von den Schwachen, die Gutaussehenden von den Hässlichen. Wir sind durch die Rasse, die Geschichte, die Sprache, die Religion, die Nation, den Stamm und die Kultur unterschieden. Diese Unterschiede haben eine Bedeutung, und weil sie von Bedeutung sind, ist das ganze Leben von wirklichen Hierarchien der Tatsachen und Werte, nicht durch die Chimäre der Gleichheit, bestimmt.

Die wahre Rechte weist den Egalitarismus ein für alle Mal zurück.

Die wahre Rechte hat drei Ausprägungen: die Traditionale Gesellschaft, die Alte Rechte und die Neue Rechte.

Jede traditionale Gesellschaft, die den Menschen bekannt wurde, ist ungleich. Alle Formen der traditionalen Gesellschaft wurden zerstört – oder befinden sich im Prozess zerstört zu werden – durch die moderne, egalitäre Massengesellschaft.

In diesem Zusammenhang steht die Alte Rechte für Faschismus, Nationalsozialismus und andere populistischen Bewegungen, welche die herausragenden Versuche darstellen, die traditionalen hierarchischen sozialen Formen innerhalb des Kontextes der Moderne zu restaurieren. Faschismus und Nationalsozialismus waren nicht überwiegend reaktionärer Nachhut-Widerstand gegen den modernen Egalitarismus durch Parteigänger korrupter Hierarchien. Sie stellten einen genuin revolutionären Impetus dar, lebendige, archaische, hierarchische Werte innerhalb des Kontextes moderner Wissenschaft, der Technik und der Massengesellschaft wieder herzustellen.

Die Neue Rechte und die Alte Rechte streben dasselbe Ziel an: Eine Gesellschaft, die nicht nur hierarchisch, sondern auch organisch ist, einen Staats-Körper, eine rassisch und kulturell homogene Volksgemeinschaft, eine Volksgemeinschaft, die von einem Blut und eines Geistes ist, ein Volksgemeinschaft, die politisch organisiert und souverän ist und dabei  ihr eigenes Schicksal kontrolliert.

Unser Ideal ist eine hierarchische Gesellschaft, frei von Ausbeutung und Ungerechtigkeit, da die einzige Rechtfertigung politischer Ungleichheit das gemeinsame Wohl des Staatskörpers ist, nicht das parteiische Wohl der herrschenden Schicht.

Inwiefern unterscheidet sich nun die Neue Rechte vom Faschismus und Nationalsozialismus? Dies ist wegen des hochgradigen Stigmas, das man diesen Bewegungen seit dem Zweiten Weltkrieg angeheftet hat, eine entscheidende Frage. Die Nordamerikanische Neue Rechte, wie die Europäische Neue Rechte, basiert auf der Zurückweisung faschistischer und nationalsozialistischer Parteipolitik, Totalitarismus, Terrorismus, Imperialismus und Völkermord.

Die Nordamerikanische Neue Rechte ist eine neue Bewegung. Wir haben keine Denker des Kalibers eines Alain de Benoist, Guillaume Faye und vieler anderer. Wir stehen zutiefst in deren Schuld, wegen der Jahrzehnte an Arbeit, die sie geleistet haben. Doch wie das Nordamerikanische sich von Europa unterscheidet, unterscheidet sich genauso unsere Herangehensweise auf dreierlei Art.

Erstens: Wegen der Vermischung der europäischen Abstammungen und dem Auseinanderbrechen der kompakteren europäischen Identitäten in Nordamerika, sind wir gezwungen, die tieferen Wurzeln gemeinsamer europäischer Identität, einschließlich rassischer Identität hervor zu heben.

Zweitens: Die Nordamerikanische Rechte kultiviert einen viel freieren und direkteren kritischen Umgang mit dem Faschismus und Nationalsozialismus. Die europäische Neue Rechte tendiert dazu, sich auf die Ränder des nationalsozialistischen und faschistischen Milieus zu fokussieren, was enorme intellektuelle Zugewinne, besonders bei den Studien zur Bewegung der Konservativen Revolution produziert hat. Die Nordamerikanische Neue Rechte, wie auch immer, nutzt voll den Vorteil des Schutzes durch unser First Amendment. Aber unser Willen in die Höhle des Löwen zu gehen, bedeutet, dass wir unser genaues Verhältnis zur Alten Rechten klären müssen. In der Tat hätten wir dies schon lange Zeit zuvor tun sollen.

Noch einmal: Die Nordamerikanische Neue Rechte basiert auf der Zurückweisung faschistischer und nationalsozialistischer Parteipolitik, Totalitarismus, Terrorismus, Imperialismus und Völkermord.

Wir glauben, dass rassische und kulturelle Unterschiedlichkeit innerhalb derselben Gesellschaft unweigerlich zu Hass und Gewalt führt und dass der Nationalismus der am besten praktikable Weg ist, den Frieden zwischen den Völkern zu sichern.

Wir glauben, dass alle Völker souveräne Heimstätten haben sollten, wo sie gemäß ihrer eigenen Vorstellungen leben können, frei von den Beeinträchtigungen anderer Völker.

Wir glauben, dass eine solche Welt durch stufenweise und humane Programme zur territorialen Aufteilung und des Bevölkerungsaustauschs erreicht werden kann.

Wir glauben, dass diese Ziele durch die Veränderung im Bewusstsein der Völker erreicht werden können, d.h. durch das Überzeugen ausreichend vieler Leute in einflussreichen Positionen, dass jedermann seinen Vorteil aus dem Ethno-Nationalismus zieht.

Die Förderung des politischen Wandels durch die Transformation des Bewusstseins und der Kultur ist das, was wir Metapolitik nennen.

Metapolitik bezieht sich darauf, was vor der Begründung einer neuen politischen Ordnung kommen muss. Metapolitik kann man auf zwei Basisaktivitäten herunterbrechen. Erstens ist da die Erziehung: Artikulieren und Kommunizieren der Formen des weißen Nationalismus, zugeschnitten auf die Interessen und Aussichten des ganzen Spektrums weißer Wählerschichten. Dies beinhaltet nicht nur Theoretisieren im Elfenbeinturm, sondern auch künstlerischen Ausdruck, zeitgemäßes kulturelles und politisches Kommentieren und die ganze Bandbreite der Medien, durch die sie kommuniziert werden. Zweitens: Organisieren von Gemeinschaften, was die Kultivierung von Gemeinschaften in der realen Welt bedeutet, die gemäß unserer Vision in der Gegenwart leben und als die Saat einer kommenden Neuen Ordnung dienen können.

Das vorrangige metapolitische Projekt der Nordamerikanischen Neuen Rechten ist die Herausforderung und Entfernung der Hegemonie antiweißer Vorstellungen überall aus unserer Kultur und unserem politischen System. Der gegenwärtige kulturelle und politische Mainstream – einschließlich jedweder Schattierung des „respektablen“ politischen Spektrums – behandelt weißes rassisches Bewusstsein und weiße Selbstbehauptung als böse.

Unser Ziel ist, diesen Konsens zu kritisieren und zu zerstören und stattdessen weißes rassisches Bewusstsein und Selbstbehauptung hegemonial zu machen, so dass, egal welche politische Partei an die Regierung bekommt, weiße Interessen gesichert sind. Unser Ziel ist eine pluralistische weiße Gesellschaft, in der es Meinungsunterschiede und Debatten über eine große Bandbreite an Themen gibt. Das Überleben der Weißen wird jedoch nicht dazu gehören.

Es gibt grundlegende Analogien zwischen der Alten Rechten und der Alten Linken, wie auch zwischen der Neuen Rechten und der Neuen Linken.

Die Alte Rechte und die Alte Linke haben äußerst verschiedene Ziele, teilen jedoch gemeinsame Ansichten: Hierarchische, ideologische politische Parteien, sowohl für den Wahlkampf als auch bewaffneten Kampf organisiert, Ein-Parteien-Polizei-Staaten, geleitet von Diktatoren; die Eliminierung von Opposition durch Zensur, Einkerkerung, Terror und unverblümter Mord, manchmal in einem irrsinnigen industriellen Maße.

Ja, im Falle des klassischen Nationalsozialismus argumentieren Revisionisten, dass viele dieser Grausamkeiten übertrieben oder erstunken und erlogen seien. Doch verfehlt der Revisionismus zum Zweiten Weltkrieg tatsächlich den entscheidenden Punkt, weil die terroristischen, imperialistischen und genozidalen Impulse auch heute noch im Nationalsozialismus existieren. Der neuzeitliche Nationalsozialist William Pierce etwa behandelte den Holocaust routinemäßig als unerheblich. Doch er war bereit, den realen Terrorismus, Imperialismus und Völkermord in einem Maße zu billigen, das alles andere aus dem 20. Jahrhundert in den Schatten stellt.

Ja, es gab Abstufungen des Totalitarismus. Das Verbot privaten Eigentums zog eine weit größere Störung und einen Eingriff in das private Lebens nach sich, als der Faschismus oder Nationalsozialismus, die überwiegend trachteten, das private Eigentum und das private Unternehmertum mit dem Gemeinwohl, wo immer sie in Konflikt kamen, in Einklang zu bringen. Glücklicherweise ist der harte Totalitarismus – auch die softeste Version eines harten Totalitarismus – weder wünschenswert, noch erforderlich, um die Existenz unserer Völkerschaft zu sichern, weshalb wir ihn von uns weisen.

Es ist lehrreich darauf zu schauen, wie die Neue Linke die irrwitzigen, Herzzerreissenden, den Magen umdrehenden Grausamkeiten der Alten Linken behandeln. Die besten der Neuen Linken verleugnen sie nicht. Sie minimalisieren sie nicht. Sie hängen ihre Hoffnungen nicht an einen „GULAG-Revisionismus“ oder eine Rehabilitierung der Reputation von Pol Pot. Sie lehnen einfach die Grausamkeiten ab. Sie schreiten einfach darüber hinweg und bleiben dabei, sich auf ihre Ziele zu zubewegen.

Das ist exakt, was wir beabsichtigen zu tun. Wir sind zu sehr damit beschäftigt uns dem an uns begangenen Völkermord zu widersetzen, als uns an die Verteidigung der Fehler und Exzesse der Alten Rechten zu ketten. Sie sind einfach nicht unser Problem. Um einen Ausspruch von Jonathan Bowden zu entleihen: „Wir sind darüber hinweggeschritten“. Unsere Feinde werden fortfahren es uns in den Weg zu werfen, doch wir werden fortfahren, darüber hinweg zu schreiten.

Die Neue Linke behielt die Werte und ultimativen Ziele der alten Linken bei. Sie bewahrten ebenso Elemente von deren philosophischen Rahmenwerk. Sie beharkten uns dann mit ihren Ideen, durch die ganze Kultur sich ausbreitend, mittels Propaganda und institutioneller Subversion. Und sie gewannen. Abgesehen von Kuba und Nordkorea ist der orthodoxe Kommunismus tot. Der Kapitalismus erscheint überall triumphierend. Und nun sind im Bereich der Kultur linke Wertvorstellungen allumfassend hegemonial. Die Linke verlor den Kalten Krieg, doch sie gewann den Frieden.

(Seitdem sowohl die Alte, als auch die Neue Linke im Westen vorrangig als ein Vehikel für jüdische Interessen funktioniert, wäre es besser zu sagen, dass jüdische Wertvorstellungen durch die ganze Kultur, sogar auf der Mainstream-Rechten, hegemonial sind.)

Die Neue Linke und die Neue Rechte haben sehr verschiedene Ziele, doch sehr ähnliche Handlungsmöglichkeiten, nämlich das Streben nach politischem Wandel durch die Transformation von Ideen und der Kultur, die auf das Establishment gerichtete intellektuelle und kulturelle Hegemonie.

Die Neue Rechte lehnt den Totalitarismus, Terrorismus, Imperialismus und Völkermord der Alten Rechten ab.

Wir lehnen aber nicht ihr politisches Modell ab: Die ethnische und kulturell homogene, hierarchisch organisierte, organische Gesellschaft. Wir wollen eine Welt, in der alle verschiedenen Völker so ein Homeland haben, einschließlich der Juden.

Wir lehnen auch nicht den Theorierahmen des Faschismus und Nationalsozialismus ab, der heute noch relevanter und besser fundiert in der Wissenschaft und Geschichte sind, als je zuvor.

Noch lehnen wir solche Gestalten wie Hitler und Mussolini ab. Objektivität verlangt, dass wir ihre Leistungen, wie ihre Fehlleistungen, anerkennen. Wir haben viel von ihnen zu lernen. Wir werden niemals erwachte weiße Leute ablehnen, nur um uns bei der Bourgeoisie einzuschmeicheln.

Ich habe einiges an dezenter Hänselei wegen der Einbeziehung Hitlers und Mussolinis unter die Geburtstage, an die wir erinnern, erfahren, weil es den Beigeschmack des totalitären Personenkults habe. Doch als Schriftleiter finde ich, dass Geburtstage ideale, regelmäßig erscheinende Gelegenheiten sind, diese wichtigen Gestalten zu diskutieren. Sie produzieren ebenso kurzzeitige Spannungsspitzen im Suchmaschinenverkehr, die wir aufgreifen wollen. Außerdem feiern wir viele Geburtstage und es wäre feige, Leute wie Ezra Pound oder Knut Hamsun zu diskutieren, jedoch die Leute zu ignorieren, für die sie eingesperrt worden sind, weil sie ihnen Gefolgschaft geleistet haben. So werden wir mit dem Bewahren der Erinnerung an ihre Geburtstage fortfahren bis letztlich jedermann es tun wird.

Eines der Hauptmotive der Hinwendung der Neuen Linken von der Politik zur Kultur war die Enttäuschung über das Proletariat, das durch den Faschismus und den Nationalsozialismus so effektiv mobilisiert werden konnte, ganz zu schweigen von den zentristischen Regimen der Zeit des Kalten Krieges.

Die Neue Linke glaubte, sie repräsentierten die Interessen der Arbeiter, doch ihr Denkansatz war gänzlich elitär. Sie konzentrierten ihre Aufmerksamkeit auf die Beeinflussung der College-gebildeten Mittelklasse und der akademischen Bildungsschichten, weil diese Leute überproportionalen Einfluss auf den Rest der Gesellschaft haben, insbesondere durch Erziehung, die Medien und die Populärkultur.

In gleicher Weise repräsentiert die Neue Rechte die Interessen aller Weißen, doch wenn es zum sozialen Wandel kommt, müssen wir eine resolute elitäre Strategie adaptieren. Wir müssen erkennen, dass, kulturell und politisch gesprochen, einige Weiße mehr zählen als andere. Geschichte wird nicht von der Masse gemacht. Sie wird von Eliten, die die Massen formen, gemacht. Daher müssen wir unsere Botschaft an die gebildeten, urbanen Mittel- und Akademiker-Klassen und noch darüber, richten.

Es besteht kein Mangel an Gruppen im Stile der Alten Rechten, mit auf die Arbeiterklasse und die ländlichen Wählerschichten gerichteten populistischen Botschaften und die ländlichen Wählerschichten. Wir müssen aber über jene hinausgehen, wenn wir gewinnen wollen.

Für wen spreche ich hier eigentlich? Wenn ich „wir“ sage, spreche ich für mehr als nur mich selbst, jedoch nicht für alle oder sogar die meisten unserer Autoren oder Leser. Ich nehme nicht an, dass jeder Autor, den wir publizieren, unserer Agenda zustimmt, ob ganz oder in Teilen. (Tatsächlich sind viele von ihnen tot). Genauso wenig nehme ich an, dass jeder Autor mit jedem anderen Autoren übereinstimmt, den wir hier publizieren. Die Veröffentlichung hier impliziert, wie auch immer, dass ich, als Chefredakteur denke, dass eine eingereichte Arbeit unsere Agenda direkt oder indirekt fördert; direkt, indem sie einen Standpunkt artikuliert, den ich als wahr gutheißen würde; indirekt indem sie uns hilft eine intellektuell spannende Bewegung aufzubauen.

Und die Nordamerikanische Neue Rechte ist eine intellektuelle Bewegung, nicht eine feststehende Doktrin. Die Ziele sind festgeschrieben. Die grundlegende intellektuelle Strategie ist festgelegt. Doch alles andere liegt bei der Bewegung: Normalerweise auf unsere Ziele ausgerichtet, doch manchmal lediglich auf dem Tanzparkett herumwirbelnd für die pure Freude daran (was sich auf eine subtile Art ebenfalls in Richtung unserer Ziele bewegt.)

Es gibt ein breites Spektrum verschiedener und oft inkompatibler intellektueller Traditionen innerhalb der Neuen Rechten. Wir haben Anhänger des Traditionalismus von Julius Evola und René Guenon, sowohl als auch anderer Denker, die auf eine Metaphysik ewiger Art Wert legen. Wir haben Anhänger von Nichttraditionalisten, wandlungs- und geschichtsorientierter Philosophen, wie Nietzsche, Spengler und Heidegger. Wir haben Anhänger die an den Niedergang glauben und Anhänger eines prometischen Progressivismus. Wir haben darwinistische Biologen und wissenschaftliche Materialisten, die sich gegenüber metaphysischen Dualisten positionieren. Wir haben Atheisten und wir haben Repräsentanten aller Religionsschulen, christlich und heidnisch, Ost und West.

Wir brauchen diese Art der Vielfalt, weil es unser Ziel ist, Versionen des Weißen Nationalismus zu fördern, der sich an alle weißen Wählerschichten richtet. Wir können zu Massen sprechen, weil wir selbst Massenvielfalt einbinden.

Wie verhält sich die Nordamerikanische Neue Rechte zu den Gruppen im Stile der Alt-Rechten in Nordamerika und rund um den Globus? Und wie stehen wir zu den verschiedenen demokratischen nationalistischen Parteien in Amerika und Europa?

Alex Kurtagic hat jüngst argumentiert, dass demokratische Parteipolitik die metapolitischen Funktionen der Schulung und Organisierung von Gemeinschaften erfüllen können, folglich es keinen fundamentalen Gegensatz zwischen Metapolitik und Parteipolitik geben würde. Natürlich umfassen politische Wahlkämpfe Schulung und Organisierung von Gemeinschaften, doch diese sind lediglich die Nebenprodukte der Jagd nach Ämtern. Und dieses Ziel bedeutet, dass alle Schulungs- und Organisationseffekte zurück treten müssen auf Grund des Wahlzyklus und der politischen Notwendigkeiten des Tages.

Es ist schön, wenn es das Ziel ist, ein Amt zu gewinnen. Doch außerhalb eines Systems proportionaler Repräsentation ein Amt zu erreichen, ist ziemlich sinnlos. Wenn also das wirkliche Ziel Schulung und Organisation ist, ist der politische Wahlkampf überwiegend Ablenkung. Warum also nicht alle Energie auf Bemühungen zur Schulung und Organisation zu konzentrieren und die Agenda durch uns selbst zu bestimmen, als zuzulassen, dass stattdessen Wahlkampfpolitik sie für uns festlegt?

Warum nicht all das Geld nehmen, das für rein politische Aktivitäten verbraucht wird – Wähler-Registrierungsfahrten, Wahlkampf-Reisen, Wahlkampf-Drucksachen – und es in die Schulung und Organisierung zu kanalisieren?

David Duke zum Beispiel hat enorm wichtige Arbeit mit seinen Schriften, Reden und Videos geleistet. Das meiste dieser Arbeit würde zu einem Stopp kommen, sollte er einen weiteren irrsinnigen und teuren Run auf ein Regierungsamt unternehmen.

Intellektuell müssen wir einen scharfen Schnitt machen, die Linie zwischen Metapolitik der Neuen Rechten und allen Formen nationalistischer Parteipolitik. Wir teilen dieselben übergreifenden Ziele, doch wir unterscheiden uns darin, wie man am besten diese erreicht. Wir müssen diese Erkenntnis freimütig anerkennen, danach unser Lager teilen und unsere gemeinsamen Ziele durch die verschiedenen Wege, die für uns als die besten erscheinen, anstreben.

Ich möchte nicht Zeit damit verschwenden andere aufrichtige weiße Sachwalter zu kritisieren und anzugreifen, im Wettbewerb um Gebiet und Anhänger oder mich kleinlich über Banalitäten herumzanken. Am Ende ist das einzige gültige Argument für oder gegen eine Vorgehensweise, auf die Resultate zu schauen. Ich möchte durch eigene gute Arbeit Unterstützung gewinnen, nicht durch die Verächtlichmachung der Arbeit anderer.

Selbst wenn man eine scharfe intellektuelle Trennlinie zwischen der Metapolitik der Neuen Rechten und der nationalistischen Parteipolitik ziehen kann, trennt uns in der realen Welt keine Mauer. Die Nordamerikanische Neue Rechte ist keine politische Partei oder parteiähnliche intellektuelle Sekte. Wir sind ein informelles Netzwerk, das sich überlappen und alle sozialen Institutionen, einschließlich der Parteien durchdringen kann. Ich unterhalte Kontakte mit Leuten überall auf dem Globus, die in die unterschiedlichsten politischen Parteien eingebunden sind. Sie wissen, wo ich stehe. Wo wir nicht übereinstimmen, stimmen wir überein, nicht überein zu stimmen.

Für meine Person gesprochen, wie auch immer, wünschte ich, in einigen Fällen könnte eine Mauer errichtet werden, weil, wenn da nur sechs Grade sozialer Trennung zwischen mir und Barack Obama sind, gibt es weit weniger Grade der Trennung zwischen mir und dem nächsten Anders Behring Breivik. Und für mich ist das immer noch zu nahe, um mich zu beruhigen. Ich möchte nicht das Geringste mit bewaffneten Einmann-Armeen zu tun haben. Die einzige Waffe, die ich zu besitzen wünsche, ist aus Porzellan hergestellt.

Wie Sie sehen, glaube ich wirklich, dass das, was ich tue, richtig und wichtig ist. Zu richtig und zu wichtig, um sich bloßzustellen mit dem Risiko erwachsener Männer, verkleidet als Tempelritter oder Sturmabteilungen und mit richtigen Waffen zu spielen. Ich habe nicht gegen Schusswaffen oder Schusswaffenbesitzer als solche. Doch das Modell der Alten Rechten zieht instabile, gewaltnahe Leute an, die unsere Arbeit nur erschweren.

Aber solange ich keine Bewegung aufbauen kann – nicht einmal eine metapolitische Bewegung – indem ich ein Eremit bin, ist es das Beste, was ich tun kann, eine klare geistige Demarkationslinie zu ziehen: Noch einmal: Die Nordamerikanische Neue Rechte ist auf der Ablehnung des Faschismus und der nationalsozialistischen Parteipolitik, Totalitarismus, Terrorismus, Imperialismus und Völkermord gegründet.

(Breivik ist ein komplexer Fall, da er aus der Counter-Jihad-Bewegung hervorging, einer jüdisch-dominierten Scheinopposition gegen die islamische Kolonisierung Europas. Doch teilen wir immer noch seine grundsätzlichen Besorgnisse und sein Ziel eines Europas für Europäer, obwohl wir seine Aktionen und viel von seinem analytischen Rahmenwerk ablehnen.)

Zyniker haben der Neuen Linken vorgeworfen, bei Ihnen handle es sich um nichts anderes als eine unaufrichtige Marketingstrategie. Natürlich gibt es keine Chance für den Versuch Zyniker zu überzeugen, die im vornherein wissen, dass die Wahrheit noch mehr herunter gekommen ist, als es erscheint. Doch die Neue Linke übermittelt derzeit, was sie verspricht: Marxismus ohne Totalitarismus, ohne Terror, ohne Lager.

Natürlich wissen wir alle, dass das gegenwärtige Regime eine Art softer Totalitarismus ist, die den Völkermord an der Weißen Rasse in Zeitlupe vollführt. Der Punkt ist aber, dass dieses Regime nicht unseren Leuten durch eine gewalttätige Revolution übergestülpt wurde. Sie akzeptierten es, wegen der Transformation ihres Bewusstseins. Sie können auf dieselbe Art und Weise gerettet werden.

 

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