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Illusionen weißer Nationalisten über Rußland

Karte Eurasiens von 1771. Ein Großteil des heutigen Rußlands wird Groß-Tatarstan genannt.

Karte Eurasiens von 1771. Ein Großteil des heutigen Rußlands wird Groß-Tatarstan genannt.

4,054 words

Übersetzt von Deep Roots

English original here

Die Krise in der Ukraine entfaltet sich in vollem Tempo, und weiß-nationalistische Kreise im Westen verfolgen die Ereignisse genau. Eine Menge ist bereits über die tiefe kulturelle und historische Teilung gesagt worden, die den westlichen, europaorientierten Teil der Ukraine vom östlichen Teil trennt, der starke Bindungen zu Rußland hat. Bei Rußlands militärischen Schritten auf der Krim prophezeien manche sogar den Ausbruch des Dritten Weltkriegs.

Die Mehrheit der weißen Nationalisten im Westen geben sich heutzutage starken Hoffnungen auf Rußland und insbesondere Putin hin, die mit der laufenden ukrainischen Krise ein Crescendo erreicht haben. Ich möchte jedoch behaupten, daß diese Hoffnungen schwere Illusionen sind. Nicht weil Putin ebenfalls von Juden kontrolliert wird, wie von manchen weißen Nationalisten dagegengehalten wird; das wird er vielleicht oder auch nicht, aber das macht für uns keinen Unterschied. Und andererseits, selbst wenn Putins Rußland nicht so stark wie der Westen von Juden kontrolliert wird (was in Wirklichkeit nicht stimmt – siehe unten), selbst wenn Rußland den vollen Zorn der jüdisch kontrollierten Medien abbekommt, so macht das Putins Rußland dennoch nicht zu unserem Freund oder natürlichen Verbündeten.

Trotzdem räume ich ein, daß Rußland im Moment das kleinere Übel für die weiße Rasse ist, verglichen mit dem von Juden geführten Westen. Aber es muß dennoch verstanden werden, daß Rußland ebenfalls ein böses, ein im Grunde antiweißes System ist. Daher könnte es höchstens ein vorübergehender Verbündeter sein.

Weiße Nationalisten streben Macht an, um unserer Rasse die Erfüllung ihrer Bestimmung zu ermöglichen. Um jedoch Macht zu gewinnen, muß unsere Bewegung ein festes Verständnis der Realität haben. Wir brauchen auch ein umfassendes Wissen über ihre Feinde und (potentiellen) Verbündeten. Daher ist es für weiße Nationalisten von höchster Wichtigkeit, ein klares Verständnis davon zu haben, wer die Russen sind. Dieses Verständnis wird besonders entscheidend sein, falls weiße Nationalisten in der Zukunft eine Allianz mit Rußland gegen einen gemeinsamen Feind anstreben.

Irgendwie verlieren weiße Nationalisten, die in allen anderen Fällen offenkundig nüchtern und realistisch hinsichtlich Rasse und Volkstum sind, plötzlich ihren gesunden Menschenverstand, wenn sie über Russen nachdenken. Wenn man von deutscher oder französischer Identität spricht, dann wird es so verstanden, daß die Deutschen und die Franzosen weiße, europäische Völker sind, ungeachtet nichtweißer Einwanderung in der letzten Zeit. Daher stehen deutscher und französischer Nationalismus nicht notwendigerweise breiteren rassischen Interessen entgegen, obwohl sie das oft getan haben. Nennen wir die deutsche, französische und ähnliche Identitäten ethnisch, weil sie eine ethnische Kerngruppe bezeichnen.

Brasilianische Identität hat jedoch keine solch eindeutigen rassischen Konnotationen. In Brasilien gibt es viele Europäer, aber es gibt dort auch Schwarze, Indianer und viele Individuen aus zwei oder mehr Rassen. Daher ist brasilianischer Nationalismus von seiner Natur her unvereinbar mit weißen rassischen Interessen. Amerikanische Identität konnotierte früher Weißentum, obwohl es in Amerika nichtweiße Minderheiten gab. Aber die amerikanische Identität ist in ein Bekenntnis zur Idee der Freiheit und Gleichheit für alle umgewandelt worden. Daher steht amerikanischer Nationalismus von seiner Natur her weißen Rasseinteressen entgegen. Nennen wir die amerikanische, brasilianische und analoge Identitätentransrassisch, nachdem sie sowohl rassenübergreifend sind als auch Rassen umformen.

Russische Identität ist eher analog der transrassischen amerikanischen und brasilianischen Identität als der ethnischen deutschen oder französischen Identität. Es gibt viele Russen, die gänzlich europäisch sind. Aber es gibt auch viele Russen von nahöstlicher und mongoloider Abstammung und viele gemischtrassige. Aber selbst der weißeste Russe, in dem Ausmaß, wie er sich als Russen sieht, ist einer transrassischen Identität verbunden, einer Identität, deren rassisches „Substrat“ nicht nur europäische, sondern auch mongoloide und nahöstliche (z. B. kaukasische) Elemente umfaßt, wie auch Mischungen aus allen dreien.

Ein Russe ist daher nicht einfach eine andere Art von Europäer. Daher hat es einen guten Grund, daß Russen immer gefühlt haben, daß ihre Identität, Interessen und Bestimmung sich von jenen Europas unterscheiden. Europäische weiße Nationalisten müssen dies ebenfalls erkennen.

Weißen Nationalisten ist auch sehr wohl bewußt, daß der Entwicklungsindex eines Landes, sein Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt, das Durchschnittseinkommen seiner Bürger, das Ausmaß der Korruption etc. direkt mit dem durchschnittlichen Vorkommen vieler erblicher Eigenschaften in seiner Bevölkerung korreliert sind. In Sachen Korruption und vieler anderer Parameter liegt Rußland viel näher an einem Land wie Brasilien als irgendeinem europäischen Land. Auf manchen Gebieten liegt Rußland nicht einmal im asiatischen oder lateinamerikanischen Bereich, sondern konkurriert eher mit dem subsaharischen Afrika.

Dem Kommunismus die Schuld an der Rückständigkeit Rußlands zu geben, wäre außerdem, wie wenn man der Sklaverei die Schuld an der Rückständigkeit Afrikas gäbe. Erstens ist Rußland im Vergleich zum Westen immer rückständig gewesen, und zweitens ist es den meisten der ehemaligen Ostblockstaaten und UdSSR-Ländern in Europa gelungen, funktionierende und wohlhabende Gesellschaften zu schaffen, kurz nachdem sie sich vom russischen Joch befreit hatten. Weißrußland und die Ukraine sind Ausnahmen gewesen, hauptsächlich deshalb, weil sie nach der Erlangung der Unabhängigkeit nie wirklich den russischen Einfluß abschütteln konnten.

Wenn die Identität, Interessen und Bestimmung Rußlands nicht europäisch sind, dann hilft die Tatsache, daß Putin ein paar traditionalistische Gesetze erlassen hat und daß die russische Gesellschaft sich angeblich in eine traditionalistischere Richtung bewegt, europäischen weißen Nationalisten in keiner Weise.

Wenn wir uns einfach deswegen über den russischen Traditionalismus freuen und sie als Verbündete sehen sollen, warum betrachten wir dann nicht Moslems als Verbündete und sehen auch in ihrem Traditionalismus Hoffnung für den Westen? Immerhin gehören sie da noch mehr zum harten Kern als die Russen.

Traditionalismus dient dem Wohlergehen und fördert das Überleben jeder unterschiedlichen Volksgruppe, aber nur weil verschiedene Volksgruppen ähnliche Methoden und Werte wählen, um ihr eigenes Überleben zu fördern, macht sie das nicht automatisch zu Verbündeten.

Daher fördern der stärkere Traditionalismus der Russen, ihr Patriotismus und Stolz auf ihr Erbe, die Interessen weißer Nationalisten nicht mehr als der Rassestolz und Patriotismus von Indern, Chinesen, Nahostlern, Lateinamerikanern oder Afrikanern. Tatsächlich könnte es sie zu schwierigeren Feinden unserer Interessen machen.

Das Großfürstentum Moskau als Vorläufer des russischen Staates

Der rassische und kulturelle Vorläufer Rußlands war das Großfürstentum Moskau (1263 – 1547), das später unter Iwan IV (dem Schrecklichen) zum Zarentum Rußland wurde, und nicht die Kiewer Rus, wie von russischen Historikern seit der Zeit von Katharina der Großen (die übrigens keine Russin war) behauptet worden ist.

Bereits zum Ende des 15. Jahrhunderts war das Großfürstentum Moskau großteils von christianisierten tatarischen Mongolen bevölkert, die im Laufe der vorhergehenden zwei Jahrhunderte allmählich das orthodoxe Christentum übernommen und slawische Namen angenommen hatten. Die einheimische slawische Bevölkerung war wegen des großen Zustroms dieser christianisierten asiatischen Nomaden und wegen Mischehen zwischen christianisierten Mongolen und eingeborenen Slawen in relativ kurzer Zeit zu einer Minderheit geworden.

Die Erweiterung des Großfürstentums Moskau weiter nach Osten in die Länder ugrischer Völker (z. B. Mordwinen, Udmurten) vergrößerte den asiatischen Bestandteil der Bevölkerung noch mehr. Später, unter Iwan dem Schrecklichen, wurden die Khanate Kasan und Astrachan erobert und dem Zarentum Rußland einverleibt. Die große Mehrheit der Wolgabulgaren, die jene Staaten bevölkerten (deren Nachkommen aus dem 19. Jahrhundert fälschlicherweise „Tataren“ genannt wurden, nicht zu verwechseln mit den oben erwähnten nomadischen Tataren), wurde gezwungen, das Christentum und slawische Namen anzunehmen. Und schließlich gab es beginnend mit der Eroberung Sibiriens im 17. Jahrhundert eine allmähliche Christianisierung und Russifizierung der großteils türkischen Völker, die jene Länder bevölkerten.

Der einzige ostslawische Staat, der nicht von den Mongoleninvasionen betroffen war und daher seine weiße slawisch/nordische Zusammensetzung bewahren konnte, war die Republik Nowgorod. Ihre Gebräuche, ihre Kultur und die Mentalität ihrer Bewohner unterschieden sich von jener Moskowiens. Wie Rasserealisten begreifen sollten, gibt es eine Beziehung zwischen diesen Unterschieden und den Unterschieden in der rassischen Zusammensetzung dieser beiden Staaten. Der eklatanteste Unterschied ist das Regierungssystem: obwohl in Moskowien asiatischer Despotismus herrschte, wurde Nowgorod von einer Volksversammlung regiert, dem „Wetsche“, das dem nordischen „thing“ oder der schweizerischen Kantonsversammlung ähnelte.

Jedoch wurde Nowgorod als Ergebnis zweier Kriege in den Jahren 1471 und 1477-78 von Moskowien erobert und zerstört. Die Stadt wurde verwüstet, und der Großteil ihrer Bewohner wurde in grausamster (d. h., asiatischer) Weise massakriert. Groß-Nowgorod, das von der Invasion durch nomadische Mongolen verschont geblieben war, erlitt die Vernichtung durch Slawen und christianisierte tatarische Mongolen. Mit dem völligen Sieg Moskowiens über Nowgorod war das Schicksal des zukünftigen russischen Staates festgelegt.

Die Menschen Moskowiens identifizierten sich ausschließlich als Orthodoxe (Pravoslavyne), und der Begriff „Russe“ war ihnen in der Tat völlig unbekannt. Angefangen mit Iwan III betrachteten sich die Großfürsten und später die Zaren als die Erben des orthodox christlichen Byzantinischen Reiches (daher der von ihnen geprägte Begriff „Drittes Rom“) und als die Vorkämpfer des orthodoxen Christentums. Sie waren niemals von irgendeiner Art ethnischer oder rassischer Identität oder einer Idee eines ethnischen Staates geleitet. Die orthodoxe Kirche akzeptierte wie alle christlichen Kirchen Konvertiten aller Rassen und segnete interrassische Ehen und deren Nachkommen.

Von Anfang an war also die russische Identität nicht die eines weißen europäischen Volkes, sondern einer weißen, asiatischen und gemischtrassigen Bevölkerung, die sich zum orthodoxen Christentum bekannte und von Moskau aus regiert wurde.

Interessanterweise gab es zu dieser Zeit jedoch Menschen, die sich seit langem „Ruskie“ (mit einem „s“) genannt hatten und, was am wichtigsten ist, in Westeuropa als solche bezeichnet wurden. Sie waren die Nachkommen des Volkes der Kiewer Rus. Zu dieser Zeit waren sie die Untertanen des Großfürstentums Litauen, wo sie die bei weitem größte demographische und linguistische Gruppe bildeten. Ihre ethnischen und sprachlichen Nachfahren sind die heutigen Ukrainer und Weißrussen. Später begannen Historiker sie Ruthenen zu nennen. Das moderne Ukrainisch und Weißrussisch entwickelte sich aus der ruthenischen Sprache. Daher sind die Ukrainer und Weißrussen (sowohl rassisch als auch kulturell) die rechtmäßigen Erben der Kiewer Rus.

Es gab dramatische Unterschiede zwischen Ruthenien und Moskowien. Sklavische Servilität gegenüber Herrschern, ein typisch orientalischer Wesenszug, war charakteristisch für die Moskowiter, während in Ruthenien das Magdeburger Recht, das in Moskowien völlig unbekannt war, in den Städten galt, und die Ruthenen waren sich ihrer Rechte ebenso bewußt und geistig ebenso frei wie ihre westeuropäischen Gegenstücke. Daher war den Bewohnern Rutheniens ganz von Anfang an bewußt, daß die Moskowiter Russen ein sehr anderes Volk waren. Sogar heute wird das Wort „Moskowiter“ (Moskal) im Ukrainischen als abwertende Bezeichnung für Russen verwendet.

Daher hat die Gegnerschaft der Ukraine zu Rußland tiefe historische Wurzeln. Der jüngste Konflikt in der Ukraine wie auch die Orange Revolution von 2004 sind hauptsächlich nicht in Begriffen der Geopolitik zu sehen, wie es viele weiße Nationalisten zu sehen neigen, sondern vielmehr als eine tiefere Konfrontation – als Kampf europäischer Slawen gegen eine fremde, nichteuropäische Macht.

Die Europäisierung und Ent-Europäisierung Rußlands

Es gab jedoch beginnend im 18. Jahrhundert eine beträchtliche Infusion europäischen Blutes und europäischer Kultur nach Rußland, als Peter I (der Große) das Russische Reich proklamierte und den russischen Staat nach Westen orientierte. Viele europäische (großteils deutsche, aber auch französische, italienische und schwedische) Ingenieure, Handwerker, Künstler und Staats- und Armeebeamte wurden nach Rußland eingeladen, um die Infrastruktur zu entwickeln, die Armee und den Staatsapparat zu modernisieren, die einheimische Bevölkerung zu unterrichten und westliche Kunst einzuführen.

Dieser Prozeß beschleunigte sich, als große Zahlen deutscher Siedler von Katharina II (der Großen), die selbst ebenfalls Deutsche war, dazu eingeladen wurden, große Bereiche des russischen Territoriums zu kultivieren. Die deutschen Neuankömmlinge siedelten sich insbesondere um das Flußbecken der Wolga an, und ihre Nachkommen wurden später Wolgadeutsche genannt. Großteils dank der Anstrengungen und Beiträge dieser Rußlanddeutschen wurde Rußland europäisiert und nahm seine Position unter den europäischen Hauptmächten ein.

Tatsächlich kamen die Bezeichnungen „Rußland“ (Rossiya) und „Russe“ (Russkiy) erst ab dem 18. Jahrhundert in weitverbreiteten Gebrauch, und Historiker des Russischen Reiches fördern aktiv die Vorstellung, daß Rußland der rechtmäßige Erbe der Kiewer Rus sei, um die vergangenen und zukünftigen Eroberungen unter dem Motto „Sammlung der alten Länder der Rus“ ideologisch zu rechtfertigen.

Diese „Europäisierung“ fand jedoch nur an der Oberfläche statt, und in seinem Wesen blieb Rußland eine deutlich nichteuropäische Gesellschaft, in der eine europäische Minderheitselite über eine slawische, asiatische, nahöstliche und gemischtrassige Bevölkerung herrschte. Jedoch wurde dieser Prozeß der „Europäisierung“ mit der bolschewistischen Revolution sowohl kulturell als auch – was noch wichtiger ist – rassisch drastisch umgekehrt.

Es ist ein häufiges Mißverständnis, die Einführung des Kommunismus in Rußland als bloße politische Veränderung zu betrachten. Zuerst und vor allem war die bolschewistische Revolution eine Revolte der kulturell und/oder rassisch nichteuropäischen Massen gegen die europäische Elite. Kurz, dieses entscheidende Ereignis in der Geschichte muß hauptsächlich nicht in gesellschaftspolitischen, sondern vielmehr in rassischenBegriffen verstanden werden. Die Ideale des Kommunismus dienten nur als Fassade, als Mittel, durch das die gehässigen nichteuropäischen Massen ihren tiefen und lang gehegten Hass und Groll gegen ihre europäischen Herren und alles Europäische ausdrückten. Dies wurde zu der Zeit bereits von Oswald Spengler deutlich bemerkt und wortgewandt hervorgehoben.

Am wichtigsten ist, daß der Kommunismus die rassische Zusammensetzung der russischen Bevölkerung drastisch und unumkehrbar veränderte. Das kommunistische Regime zielte hauptsächlich auf die Vernichtung der intellektuellen und politischen Eliten ab, die hauptsächlich die Nachkommen der eingeborenen slawischen Bevölkerung und späterer europäischer Einwanderer waren. Millionen wurden ermordet, und die Glücklicheren flohen nach Europa, um nie wiederzukehren. Und nachdem die Ent-Europäisierung Rußlands zuerst und vor allem rassischer Natur war, wäre es höchst irreführend zu schlußfolgern, daß Rußland nach dem Fall des Kommunismus in die europäische Welt zurückgekehrt sei.

Putins „Neues“ Rußland

Tatsächlich verehrt die Mehrheit der gegenwärtigen russischen Bevölkerung die sowjetische Vergangenheit. Die offizielle Ideologie von Putins Rußland beruht auf dieser Glorifizierung. Und wie erwartet bezieht Putins Rußland Inspirationen aus der sowjetischen Vergangenheit statt vom Russischen Reich, das als die einzige (quasi-) europäische Periode in der russischen Geschichte betrachtet werden kann. Putin hat einmal sogar den Zusammenbruch der Sowjetunion „die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ genannt. Wohlgemerkt, nicht die Schaffung der Sowjetunion, sondern vielmehr ihr Zusammenbruch ist die größte Katastrophe für Putin und seine Unterstützer, die die große Mehrheit der Russen ausmachen.

Am wichtigsten ist, daß die Russen jedes Jahr freudig ihren „Sieg“ im Zweiten Weltkrieg feiern (den sie den „Großen Vaterländischen Krieg“ nennen), ohne Rücksicht darauf, daß dieser „Sieg“ das schwerwiegendste Ereignis in der Geschichte der weißen Rasse war. Diese Feiern werden von Militärparaden auf dem Roten Platz in Moskau begleitet. Dieser Siegeskult ist die hauptsächliche Säule, auf der die nationale Identität von Putins „neuem“ Rußland ruht. Sie verehren ihre „Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges“, die die Vergewaltiger von Millionen weißer Frauen und Mörder von Millionen weißer Männer und Kinder waren. Im Grunde unterstreicht diese Verehrung der barbarischen Horden und der Stolz, den sie auf die barbarische Invasion Europas empfinden, ihre ethnische Identität. Dies allein genügt, um schlüssig zu beweisen, daß die Identität und der Nationalismus der Russen in Konflikt mit weißer ethnischer Identität stehen.

Selbst der geringste Versuch, Licht auf die Verbrechen der Roten Armee zu werfen und das offizielle Narrativ über den Zweiten Weltkrieg zu revidieren, stößt auf dieselbe Art von Hysterie, die westliche Liberale kennzeichnet. Bei jeder Gelegenheit dämonisieren die russischen Medien Estland, Lettland oder die Ukraine, wenn sie ihrer Helden gedenken, die in Verteidigung ihrer Heimatländer an der Seite Deutschlands kämpften, oder wenn sie die Denkmäler für die Soldaten der Roten Armee entfernen, die von der Sowjetregierung in ihren Städten aufgestellt wurden. Als zum Beispiel die estnischen Behörden im Jahr 2007 das Denkmal der Roten Armee im Zentrum von Tallinn entfernten, wurden die offiziellen russischen Medien hysterisch, und „Jugendliche“ aus Pro-Putin-Organisationen umstellten die estnische Botschaft in Moskau und bedrohten den Botschafter.

Es leben eine Menge Russen in Estland und Lettland (um 30 % der Bevölkerung). Ihre Vorfahren wurden dort von Stalin im vorsätzlichen Versuch der Veränderung der Demographie jener beiden kleinen baltischen Staaten angesiedelt. Das soziale Profil, das Verhalten und die Einstellungen dieser Russen ähneln sehr jener von nichtweißen Einwanderern aus der Dritten Welt in westlichen Ländern.

Ein einfaches und offenkundiges Beispiel veranschaulicht diesen Punkt. Die Entfernung des Denkmals der Roten Armee im Zentrum von Tallinn fiel mit den Präsidentschaftswahlen in Frankreich zusammen, die im Sieg von Nicolas Sarkozy resultierten. Wie bekannt ist, randalierte nach den Wahlen die schwarze/arabische Bevölkerung. Ungefähr zur selben Zeit randalierten die Russen in Tallinn, und sie taten alles, was sie konnten, um sich den Namen „Araber Estlands“ zu verdienen – z. B. gab es in Tallinn wie in Paris weitverbreitet brennende Autos und Vandalismus. Aber das hielt die russischen Nachrichtenagenturen nicht davon ab, die estnische Regierung und Polizei als böse „Faschisten“ zu brandmarken.

Zusätzlich dürften viele westliche weiße Nationalisten überrascht sein zu hören, daß die russischen Bewohner der Krim kürzlich ihre Solidarität mit Rußland gezeigt haben, indem sie die Banner der UdSSR und der Ukrainischen Kommunistischen Partei schwenkten. Sie haben auch die Führer der ukrainischen Widerstandskämpfer verleumdet und dämonisiert, die an der Seite der Deutschen gegen die einmarschierenden Sowjethorden kämpften – d. h., Stepan Bandera und Roman Shukhevich.

Putins Rußland ist beinahe so antiweiß wie der liberale Westen

Es ist auch eine weitverbreitete Illusion unter westlichen weißen Nationalisten, daß Rußland frei von jüdischem Einfluß und ein Gegengift gegen die von Juden geführte New World Order ist. Erstens huldigt Putin bei jeder Gelegenheit dem von den Juden verkündeten offiziellen „Holocaust“-Narrativ. Bei vielen Anlässen sagte er, daß der Holocaust das abscheulichste Greuel der Geschichte war, und daß die Rote Armee diesem Schrecken ein Ende setzte. Nachdem der Kult des Sieges im Zweiten Weltkrieg und die Glorifizierung der Sowjetvergangenheit die Hauptsäulen der nationalen Identität im modernen Rußland sind, bedeutet das, daß russische Identität und russischer Patriotismus jüdischen Interessen nicht nur nicht entgegenstehen, sondern im Gegenteil in direktem Einklang mit ihnen stehen.

Zweitens ist der Antisemitismus in Putins Rußland sehr schwach, und Juden fühlen sich recht wohl und willkommen. Das jüdische Leben blüht auf einem Niveau, das nur mit der Anfangszeit nach der bolschewistischen Revolution vergleichbar ist. Ein populärer russisch-jüdischer Schnulzensänger, Iosif Kobzon, sagte vor nicht langer Zeit: „Juden erleben gegenwärtig eine Renaissance in Rußland.“ Weiters verkündete der Vorsitzende des Rates russischer Juden vor den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2012 seine volle Unterstützung für Putin und drückte seine Zuversicht aus, daß alle Juden in Rußland für ihn stimmen werden. Er sagte sogar, er kenne keinen einzigen Juden in Rußland, der gegen Putin wäre.

Außerdem, und wiederum entgegen den Hoffnungen vieler weißer Nationalisten, genügen weder Putins Opposition zur U.S.-Militärintervention in Syrien noch die von ihm erlassenen Gesetze gegen einige der von Juden im Westen aktiv geförderten Strömungen (z. B. Homosexualität), um ihn als unseren Verbündeten oder als anti-jüdisch zu qualifizieren. Zum einen ist die Einstellung des internationalen Judentums zur Syrienkrise nicht monolithisch. Während Neocons für die Militärintervention werben, ist die Linke, die ebenfalls von Juden geführt wird, stark dagegen. Daher kann man nicht sagen, daß das Scheitern der Kampagne gegen das Assad-Regime das Scheitern einer spezifisch jüdischen Sache ist.

Was Putins schwulenfeindliche Gesetze betrifft, so hat Uganda kürzlich ebenfalls ein Gesetz gegen Homosexualität beschlossen. Schwarze und Moslems sind seit unvordenklichen Zeiten stramm homophob gewesen. Aber genügt das, um Uganda oder Moslems und Schwarze im allgemeinen zu unseren Verbündeten zu machen?

Schlußendlich, und was am wichtigsten ist, werden echte russische weiße Nationalisten, die in Putins Rußland genauso eine Minderheit sind wie ihre Gegenstücke im Westen, als „Nazis“ geschmäht und viel strenger verfolgt als im liberalen Westen.

Die ukrainische Revolution vom weiß-nationalistischen Standpunkt

Viele westliche weiße Nationalisten beklagen, daß ukrainische Nationalistenorganisationen Unterstützung von Juden erhalten und sich vielleicht bei ihnen einzuschmeicheln versuchen. Andere tadeln die Ukrainer wegen ihres kleinkarierten nationalistischen Separatismus, der angeblich unvereinbar mit dem gemeinsamen Kampf gegen die bedrohliche Situation der Weißen weltweit ist. Jedoch befindet sich die Ukraine gegenwärtig in einem Stadium, das westliche Nationen vor langer Zeit durchgemacht haben – d. h., der Erwerb einer nationalen Identität. Dieser Schritt ist eine Voraussetzung dafür, daß die Ukrainer in der Zukunft eine weiße Identität in einem breiteren Sinne erwerben.

Daher sollte jeder konsistente und ehrliche weiße Nationalist die gegenwärtige ukrainische Revolution unterstützen. Falls die Ukraine irgendeine Chance hat, sich der größeren weißen europäischen Familie anzuschließen, dann ist dies die Zeit dafür. Weiße Ukrainer reißen sich vom russischen (nichteuropäischen) Joch los und schließen sich ihren weißen Brüdern im Westen an.

Es ist einfach selbstverständlich, daß Juden sich in jeden Umbruch einmischen und davon zu profitieren versuchen, und sie gehen auf Nummer sicher, indem sie auf beiden Seiten mitspielen. Putin hat ebenfalls jüdische Freunde und Berater. Daher ist jüdische Verwicklung in ukrainische Angelegenheiten für sich genommen kein Beweis dafür, daß Juden den Laden schmeißen, genausowenig wie jüdische Verwicklung in russische Angelegenheiten ein Beweis dafür ist, daß sie Putin kontrollieren.

Außerdem sollten westliche weiße Nationalisten die Ukrainer (und in Erweiterung andere Osteuropäer) nicht unterschätzen, und sie sollten die Gehirnwäschekraft der jüdisch geführten EU nicht überschätzen. Engere Bindungen zum Westen zu haben und sogar der EU beizutreten, bedeutet nicht automatisch, daß die Ukraine von Horden nichtweißer Einwanderer überflutet werden wird oder daß Schwule auf den Straßen jeder großen Stadt marschieren werden.

Viele osteuropäische Länder, einschließlich der post-sowjetischen Republiken Estland, Lettland und Litauen, traten 2004 der EU bei. Jedoch bleiben diese Länder überwiegend weiß. Bisher sind sie von den demographischen Veränderungen völlig verschont geblieben, die westliche Länder durch Masseneinwanderung von Nichtweißen erlebt haben. Osteuropäer sind ausreichend traditionalistisch, um nicht zuzulassen, daß ihre Länder von Nichtweißen überflutet werden.

Zusätzlich finden nichtweiße Einwanderer relativ arme osteuropäische Länder als Ziele unattraktiv. Sie suchen nach leichtem Geld, Wohlfahrtsleistungen, Vorzugsbehandlung , einer Möglichkeit, sich straflos frech zu benehmen, etc. Wenn sie das Gefühl haben, daß die einheimische weiße Bevölkerung ihnen diese Möglichkeiten nicht bieten werden, werden sie diese Orte einfach meiden.

Nichtweiße Einwanderer meiden auch relativ ethnozentrische Gesellschaften. Osteuropa (insbesondere Polen und die Ukraine) haben bereits ein verbreitetes Image als „rassistisches“ Terrain, das man meiden sollte. Dieselben Anreize kann man innerhalb Deutschlands beobachten. Die ehemals ostdeutschen Territorien haben den Ruf, von „Rassisten“ bevölkert und für Einwanderer gefährlich zu sein. Als Folge davon haben Türken, Schwarze, Araber etc. einfach Angst, dorthin zu gehen. Daher haben selbst große Städte wie Leipzig und Dresden weiterhin fast ausschließlich weiße Bevölkerungen.

Schlußbemerkungen

Ich möchte wiederholen und betonen, daß ich anerkenne, daß es viele Weiße in Rußland gibt, so wie es viele Weiße in Lateinamerika und in den Vereinigten Staaten gibt. Und ich anerkenne alle Weißen als potentielle Verbündete des weißen Nationalismus. Jedoch müssen russische weiße Nationalisten verstehen, daß weiße Identität in Konflikt mit russischem Patriotismus und russischer Identität steht, so wie weiße Mexikaner anerkennen, daß weißer Nationalismus unvereinbar mit mexikanischer Identität und mexikanischem Patriotismus ist, und wie weiße Amerikaner anerkennen, daß weißer Nationalismus unvereinbar ist mit dem universalistischen, multirassischen Konzept der amerikanischen Identität, das Juden fördern.

Aber diejenigen, die sich zuerst als Russen verstehen und erst an zweiter Stelle als Weiße, haben eine Identität, Interessen und eine Bestimmung, die gegen Europa und den weißen Nationalismus stehen. Dasselbe gilt für einen weißen Amerikaner, der sich zuerst als Amerikaner versteht und damit eine Identität, Interessen und Bestimmung annimmt, die dem weißen Nationalismus entgegenstehen. Ein französischer oder deutscher Patriot zu sein, steht nicht notwendigerweise in Konflikt mit größeren weißen Interessen, nachdem Frankreich und Deutschland integral weiße Länder sind. Aber ein amerikanischer oder brasilianischer oder russischer Patriot zu sein, steht damit in Konflikt. Wladimir Putin ist ein russischer Patriot. Für einen weißen Nationalisten sollte das kein Kompliment sein.

Um konsistent zu sein, sollten weiße Nationalisten Svoboda und den Rechten Sektor unterstützen, und nicht Putins Rußland. Eine Bewegung, die auf Macht abzielt, muß ein klares und nüchternes Verständnis ihrer Freunde, potentiellen Verbündeten und Feinde haben. Zuerst und vor allem muß sie all ihre Anhänger konsolidieren, bevor sie eine Allianz mit einer fremden Macht gegen einen gemeinsamen Feind in Erwägung zieht. Gut möglich, daß es zweckmäßig sein könnte, uns bei manchen Anlässen mit Rußland zu verbünden. Aber diese Allianz sollte nicht den Verrat an unseren rassischen und ideologischen Brüdern in Osteuropa mit sich bringen.

Abschließend gesagt, müssen westliche weiße Nationalisten aus ihren russophilen Träumen aufwachen und sich der Realität stellen. Statt von Rußland und Putin hingerissen zu sein, sollten sie sich mehr darum sorgen, ihre Glaubwürdigkeit gegenüber ihren osteuropäischen Brüdern und Schwestern zu behalten. Es gibt viele hingebungsvolle ukrainische, estnische, lettische und andere osteuropäische Nationalisten, die westliche weiß-nationalistische Seiten lesen. Wenn sie auf naive, kindische und offen gesagt hysterische Russophilie stoßen, sind sie zu Recht entsetzt.

Russische Identität ist so trans-rassisch wie amerikanische Identität, Christentum, Islam, Liberalismus und Marxismus. Der russische Imperialismus ist wie amerikanischer Imperialismus, Christentum, Islam etc. ein mächtiger Motor der Rassenvermischung, ein Motor, der seit dem Mittelalter vor sich hin getuckert hat. Wie das erste Rom und das zweite Rom ist das Dritte Rom keine Nation, sondern eine Maschine, die jede Nation liquidiert, die sie erfaßt, einschließlich ihrer eigenen Gründer.

Der russische Imperialismus ist keine Alternative zum Globalismus, sondern nur eine andere Form davon. Daher ist Rußland nicht die Zukunft der weißen Rasse, sondern einer ihrer Friedhöfe. Weiße Nationalisten sollten daher zuerst und vor allem mit jenen weißen Russen und allen gefangenen Völkern sympathisieren, die sich von dieser Maschine und ihrem Herrn, Wladimir Putin, befreien wollen.

Source: http://schwertasblog.wordpress.com/2014/03/14/illusionen-weiser-nationalisten-uber-rusland/

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